Die Rainfarn-Maskenbiene ist die Wildbiene des Jahres 2022

Die Rainfarn-Maskenbiene wurde zur Wildbiene des Jahres 2022 gekürt. Mit höchstens neun Millimetern Körpergröße zählt sie zu den kleinen Vertreterinnen unserer Wildbienen-Fauna. Sie gehört zur Gattung der Maskenbienen, die in Deutschland 39 Arten umfasst und fliegt von Ende Mai bis Mitte August.

Als Nahrungsquelle sind für die Rainfarn-Maskenbiene Korbblütler wie z. B. Färber-Kamille, Wiesen-Schafgarbe und Margeriten unentbehrlich. Die Tiere sind schwarz gezeichnet mit verschiedenen weiß gefärbten Körperpartien. Insbesondere die Kopfzeichnung ist charakteristisch. Die weißen Gesichtsmasken, die vor allem bei den Männchen ausgeprägt sind, haben der Gattung ihren deutschen Namen eingetragen. Weil die meisten Nahrungspflanzen der Rainfarn-Maskenbiene an sehr unterschiedlichen Standorten vorkommen und derzeit ungefährdet sind, besiedelt sie verschiedene Lebensräume im Offenland und auch in unseren Siedlungen.

Für die Anlage ihres Nests braucht die Rainfarn-Maskenbiene vorhandene Hohlräume wie Spalten zwischen Steinen, Risse in erdigen Abbruchkanten, Klüfte in Trockenmauern. Das Nest besteht in der Regel aus fünf bis 20 in Reihe angelegten Brutzellen, die vom Weibchen mit einem seidenartig schimmernden, transparenten Sekret ausgekleidet werden, in denen dann der Pollen- und Nektarvorrat für die Entwicklung der jungen Biene angelegt wird. Die Larven entwickeln sich mit diesem von der Mutterbiene eingetragenen Vorrat über das Ruhestadium der Puppe zu voll entwickelten Maskenbienen. Diese verlassen im Sommer des Folgejahres das Nest.

Was jeder von uns für unsere Wildbienen tun kann: Mehr regionale Blütenvielfalt für Insekten

Den Wildbienen geht es schlecht. Über die Hälfte der Wildbienenarten in Deutschland steht auf der Roten Liste. Fast ein Drittel ist weiter vom Aussterben bedroht und in den letzten 30 Jahren haben wir allein in Deutschland 75% unserer Wildbienen und Insekten verloren, das ist eine dramatische Entwicklung!

Der Einsatz von Pestiziden und die Verarmung des Blütenangebots sowohl in der offenen Landschaft wie auch in unseren Städten und Dörfern macht den Wildbienen schwer zu schaffen. Während wir in der Feldflur kaum einen direkten Einfluss auf das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten haben, können wir im Siedlungsraum sehr effektiv helfen, etwa in Gärten und öffentlichen Grünanlagen. Der Schlüssel für die wirksame Unterstützung der Insekten ist dabei die großflächige Verbreitung von Wildpflanzen unserer Region, denn an diese haben sich die Tiere im Laufe ihrer Stammesentwicklung angepasst. Beim Kauf von Blumenmischungen ist es hilfreich, weniger auf die bunten Bildchen auf den Verpackungen zu achten als darauf, möglichst wenig Pflanzen mit gefüllten Blüten auszuwählen und auch auf ein entsprechendes Zertifikat zu achten, etwa für VWW-Regiosaatgut (Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten). Auch sollte die Blumenmischung neben Frühblühern, wie z.B. Wildkrokusse auch Pflanzen mit späteren Blühzeiten berücksichtigen, da die Bienen nach dem Blütenfest und dem damit verbundenen Nahrungsüberfluss im Frühjahr auch noch den ganzen Sommer Nahrung benötigen.

 

Jetzt ist die Zeit, etwas für unsere heimischen Wildbienen zu tun:

 

Je nach Wetter fliegen unsere ersten Wildbienen bereits Anfang März und sind auf der Suche nach Pollen und Nektar. Der NABU Weinstadt berät Sie gerne und zeigt Ihnen einfache Möglichkeiten auf, wie Sie für den Erhalt unserer so wichtigen und gleichzeitig bedrohten Wildbienenarten aktiv werden können: wir geben Ihnen Tipps für die richtige Auswahl heimischer Pflanzen und Wildblumen, für das Anlegen und den Bau von kleinen Wildbienenbehausungen (auch für den Balkon oder Terrasse geeignet) und geben Tipps zum richtigen Standort. Melden Sie sich einfach mal bei uns.


Liebe NABU-Mitglieder und Freunde des NABU,

 

Leider bis auf absehbare Zeit kein Stammtisch!

Liebe Mitglieder und Freunde des NABU Weinstadt,

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation müssen wir leider wieder unseren Monats-Stammtisch bis auf weiteres absagen.

Wir Informieren Sie/Euch wieder im Blättle in unserer NABU-Rubrik, wenn wir uns wieder treffen können.

Wir wünschen Allen eine geruhsame Adventszeit und vor allem:

Passt auf Euch und Eure Lieben auf und bleibt gesund

 

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Willkommen beim NABU Weinstadt

Für Mensch und Natur

Der Steinkauz - Foto: NABU/Claus Hainbuch
Der Steinkauz - Foto: NABU/Claus Hainbuch

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier in Weinstadt aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder über unser Kontaktformular.

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