Die Turteltaube ist "Vogel des Jahres 2020"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild NABU

Die Turteltaube ist die kleinste in Deutschland vorkommende Taube. Mit einer Körperlänge von nur ca. 25 Zentimetern und einer Flügelspannweite bis 50 Zentimetern ist sie kleiner und viel graziler als ihre Verwandten, fällt jedoch durch ihr unverwechselbar farbenfrohes Gefieder auf, das nahezu exotisch anmutet.

 

Im Gegensatz zu unseren anderen Tauben sind sie die einzigen, die sich auf den langen Weg nach Afrika machen: Turteltauben verbringen ihren Winter südlich der Sahara. Zu uns kehren sie Ende April bis Mitte Mai zurück und beginnen mit der Balz. Hier leben sie vor allem in der vom Menschen genutzten Kulturlandschaft oder in lichten Wäldern. Die Turteltaubenpärchen bleiben sich über die gesamte Brutsaison treu. Das zärtliche Liebesleben der Tauben, das manchmal wie „sich-Küssen“ aussieht, war schon in der Antike bekannt und gab der Taube ihren Namen.

 

Die Turteltaube ist sehr selten geworden und ist der erste vom NABU gekürte Vogel des Jahres, der auch als global gefährdete Art auf der weltweiten roten Liste steht.

 

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden. Ihre Lebensbedingungen sind allerdings weniger romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Was der kleinen Taube fehlt, sind geeignete Lebensräume wie strukturreiche Wald- und Feldränder. Besonders durch die intensive, industrielle Landwirtschaft haben sich die Bedingungen für die Turteltaube enorm verschlechtert.

Auch ein zweiter Punkt bedroht die Turteltaube. Auf ihrem Zugweg von und nach Afrika wird sie in den südlichen Ländern Europas durch illegale und legale Jagd massiv gefährdet. Allein in der EU werden jährlich rund zwei Millionen Turteltauben getötet.

 

Inhalt des Vortrags: Aussehen – Verwandtschaft – Ver­breitung – Lebensraum – Brutbiologie – Gefährdung und Schutz.

 

Veranstalter

StadtSeniorenRat u. NABU Weinstadt

Referent

Claus Hainbuch, NABU Weinstadt

Datum

Mo. 9. 3. 2020, 16.00 Uhr

Ort

Otto-Mühlschlegel-Haus, Max-Diebold-Saal, Strümpfelbacher Straße 63, Weinstadt-Endersbach

Kosten

Keine

Anmeldung

Nicht erforderlich

 

 

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