Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022

Der Sieger der Wahl zum Vogel des Jahres steht fest: Der Wiedehopf hat mit 45.523 Stimmen und 32 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt: In diesem Jahr gewann das Rotkehlchen die erste öffentliche Wahl – es bleibt noch bis Jahresende im Amt. Ab 2022 übernimmt dann der Wiedehopf den Titel Vogel des Jahres.

 

 

 

 

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 24 Prozent der Stimmen. Auf Platz drei flatterte der Bluthänfling mit 20 Prozent vor dem Feldsperling mit 16 Prozent. Der letzte Platz ging an den Steinschmätzer mit knapp 8 Prozent der Stimmen.

 

Der Wiedehopf ist einer der auffälligsten heimischen Vögel – mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube wurde der Wiedehopf auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt.

 

Die wenigsten von uns dürften den Wiedehopf selbst einmal in der Natur gesehen haben. Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – viele Insekten gibt es jedoch nur auf Flächen ohne Pestizideinsatz. Ferner kommt er nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika.

 

Sein Verbreitungsgebiet wächst, trotzdem ist er gefährdet

Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume nur noch wenige Brutpaare gibt – zurzeit sind es 800 bis 950. Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.

 

Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes. Viele Menschen dürften den neuen Jahresvogel aus der „Vogelhochzeit“ von Hoffmann von Fallersleben kennen. In dem Kinderlied bringt der Wiedehopf „der Braut den Blumentopf“. Mancher kennt vielleicht auch die Redewendung „Du stinkst wie ein Wiedehopf“. Sie kommt daher, weil Weibchen und Jungvögel mit einem stark riechenden Sekret Feinde vom Nest vertreiben.

 

 

Wenn es die Corona-Situation zulässt, dann wird der NABU Weinstadt wieder den Vogel des Jahres 2022 in einer öffentlichen Präsentation vorstellen. Wir werden rechtzeitig im Blättle darüber informieren.


Die Streuobstwerkstatt Weinstadt startet durch:

In Weinstadt hat sich eine neue Initiative der Obst- und Gartenbauvereine sowie der Naturschutzvereine zusammengefunden. Uns Alle eint die Lust, unsere Streuobstwiesen zu bewirtschaften und den Aufenthalt in der Natur zu genießen. Wir betrachten unsere Landschaft als wertvolles Gut und engagieren uns leidenschaftlich für deren Pflege und Erhalt. Den Spaß und alles Wissenswerte drum herum wollen wir vermitteln, Impulse geben, praktische Hilfestellungen anbieten und unser Know-how mit Allen teilen, die Interesse daran haben. Weil’s Freude macht und guttut!

 

Wir wollen Kindern, Familien, Streuobst-Einsteigern und –Fortgeschrittenen in Fragen rund um das Thema „Streuobstwiese“ Hilfestellungen geben. Geplant sind dazu viele Aktionen zu Streuobst-Themen, wie z.B. Baum- und Wiesenpflege, Maschinenkunde, Sensenmähen, Imkerei, Nisthilfen, Natur- und Artenschutz, Obstverarbeitung und rechtliche Fragen.

 

Wir bieten dazu Kinder- und Familienprogramme, unterhaltsame Theorie- und Praxisveranstaltungen, Informationen und Downloadmöglichkeiten, Exkursionen und Führungen.

 

In einer Start-Veranstaltung wollen wir unsere Initiative vorstellen und Sie mit dem Vortrag „Lebensraum Streuobstwiese“ von Eiko Wagenhoff auf unser zukünftiges Programm einstimmen.

 

Sie sind herzlich eingeladen - Es gelten die 2G-Regeln !

Wann:           Freitag 12.11.2021, Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr

Wo:    Im Sängerheim „Liederkranz Beutelsbach“ Ecke Annastraße/Ulrichstrasse

 

Weitere Infos unter https://www.streuobstwerkstatt-weinstadt.de/

 

 

Eine Initiative von: OGV Beutelsbach, OBV Endersbach, OGV Großheppach, OGV Schnait, BUND-, NABU- und Naturfreunde-Weinstadt sowie der Stadt Weinstadt.


Gemeinderat entscheidet sich für Klima-neutrales Weinstadt

In der Gemeinderatssitzung am 28.10.2021 hat sich der Weinstädter Gemeinderat einstimmig für die Annahme des Einwohnerantrages entschieden. Diese Entscheidung war in der Phase der Unterschriftensammlung zum Einwohnerantrag so nicht einfach zu erwarten. Insofern freut sich der NABU Weinstadt, dass mit der Annahme des Einwohnerantrags ein erster Schritt in Richtung Klimaneutralität unternommen wurde.

Dennoch vermag keine richtige Freudenstimmung aufkommen, da der Gemeinderat angesichts knapper Kassen auf die notwendige Personalausstattung verzichtet hat. Die Stadtverwaltung hatte in ihrer Beschlussvorlage 2,5 Stellen für absolut notwendig erachtet, der Gemeinderat stimmte leider nur der Stelle des Klimamanagers zu. Damit lässt sich der von der Stadtverwaltung erstellte Zeitplan bis zur Fertigstellung des Klimaschutz-Aktionsplans nicht mehr halten, zumal es deutlich schwieriger werden wird, einen qualifizierten „Einzelkämpfer“ für diese Stelle zu gewinnen, als Personal für ein qualifiziertes Team zu finden.

Aber Zeit ist genau das, was wir bzgl. der Erderwärmung nicht mehr haben!

Der NABU hat Verständnis für die sehr angespannte Haushaltslage Weinstadts, weiß aber auch, dass selbst in Zeiten einer guten Wirtschaftslage und sprudelnder Steuereinnahmen die Begehrlichkeiten an den Stadtkämmerer immer größer sind als die tatsächlichen Einnahmen, so dass auch in diesen Zeiten Priorisierungen vorgenommen werden müssen. Dies gilt umso mehr in schlechten Zeiten, vor allem dann, wenn die Maßnahmen gegen die Klimakrise als Pflicht- und nicht als Kannaufgabe definiert werden.

Auch wenn der vom OB vorgestellte Haushaltsplan 2022 als angespannt bezeichnet werden kann, so ist der NABU der Auffassung, dass sich frühzeitige Investitionen in den Klimaschutz mehrfach auszahlen werden.

Dennoch darf die Gemeinderatsentscheidung auch als ein Erfolg des KlimaBündnisses betrachtet werden, der nur möglich war, weil sich eine Gruppe von ca. 40 Weinstädter Bürger und Bürgerinnen mit viel Elan und Engagement und vor allem mit viel Freude diesem wichtigen Ziel verschrieben haben. Ein großer Dank an das gesamte Organisationsteam und natürlich auch an Alex Schlesinger für die vielen Ideen und grafische Umsetzung der tollen Aktionen des Bündnisses!

Der NABU Weinstadt und das KlimaBündnis Weinstadt werden den anstehenden Prozess intensiv verfolgen und wo immer möglich mit Rat und Tat weiter unterstützen.

Ein herzliches Dankeschön auch an alle, die am Donnerstag zur Jahnhalle kamen, uns unterstützt haben und die Diskussion im Gemeinderat verfolgten.

Der Klima-Stadtplan für Weinstadt:

 

https://klimabuendnis-weinstadt.de/media/pages/klima-stadtplan/2d3b06df56-1633966506/klimabuendnis-weinstadt_klimastadtplan.pdf


Pilze in Weinstadts Wäldern –

NABU veranstaltet Führungen zum Kennenlernen und zum artgerechten Sammeln der Pilze

Letztes Jahr war unsere beiden Pilzführung so stark nachgefragt, dass wir beschlossen haben, auch dieses Jahr wieder zwei Führungen anzubieten.

 

Wir limitieren die Anzahl der Teilnehmer wieder auf 16 Personen und bitten die Interessierten, sich rechtzeitig anzumelden! Die Führung wird von Dr. Hennecke geleitet. Er startet seine Führung mit einer kleinen Einführung von ca. 20 Minuten über artgerechtes Pilzesammeln und einer groben Pilzbestimmung.

 

Bitte festes Schuhwerk anziehen, da wir auf unbefestigten Wegen unterwegs sind.

Wann:               jeweils am Sonntag, am 17. und am 24. Oktober von 9.00 bis ca. 11.30 Uhr

TN-Zahl:           begrenzt auf jeweils 16 Personen, es zählt die Reihenfolge der Anmeldung

Anmeldung:     bis zum 14.10. bei Hermann Spiess, per Mail unter e-h@spiess-net.de oder                                      telefonisch unter 61585

Treffpunkt:       Wanderparkplatz „Beutelsbach/Zolterbach“ zwischen Schnait und Baach

TN-Gebühr:      Für NABU-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei, Nichtmitglieder bitten wir um                                  einen Obolus von 10 Euro pro Person.

 

 

Corona-Regeln:    Bitte Coronamaske mitbringen und nehmen Sie nur dann teil, wenn Sie die                                     2G-Bestimmung einhalten können.


Wir streiken am 24.9. für den Klima- und Artenschutz: Demo in Stuttgart, danach Streikvesper in Weinstadt

Wir rufen am 24. September gemeinsam mit Fridays For Future zum Klimastreik auf – natürlich coronakonform. Mit unserem Protest machen wir den Klima- und Artenschutz zum zentralen Thema der Bundestagswahl und fordern die Politik zum konsequenten Handeln auf.

 

Zusammen mit dem KlimaBündnis Weinstadt schließt sich auch der NABU Weinstadt dem globalen Streikaufruf  #Alle fürs Klima an. Am 24.09.2021 demonstrieren wir in Stuttgart zusammen mit der Jugendbewegung Fridays for Future, den regionalen Klimabündnissen und verschiedensten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

 

Streikt mit! Setzt mit uns gemeinsam ein Zeichen für einen Systemwechsel, der die Klimakrise an der Wurzel packt. Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. 

 

Treffpunkt der Remstäler Klimabündnisseam 24.09. um 12:15 Uhr am Pflasterbunnen des Kronprinzplatzes in Stuttgart.

 

Nach dem Streikzug treffen wir uns zusammen mit dem KlimaBündnis Weinstadt gegen 16:00 zu einem Streikvesper im Rosengarten beim Rathaus Beutelsbach, zu dem wir Alle herzlich einladen.


Öffentliche Anhörung des KlimaBündnisses im Gemeinderat am 30. September

Ende Juli hatte das KlimaBündnis 1483 gültige Stimmen zum Einwohnerantrag an unseren OB Michael Scharmann übergeben. In der ersten Sitzung des Gemeinderats nach der Sommerpause, am Donnerstag, den 30.09. um 18:00 Uhr, wird das KlimaBündnis im Rahmen einer öffentlichen Anhörung im Gemeinderat die Beweggründe für unseren Einwohnerantrag vorstellen und einen Ausblick geben, wie es zu schaffen ist, Weinstadt bis 2035 klimaneutral zu machen.

 

Die Anhörung des KlimaBündnisses ist die letzte Chance, den Gemeinderat und die Stadtverwaltung zu überzeugen, sich selbst für die Umsetzung der Forderungen des Einwohnerantrages und damit den Forderungen vieler Bürger Weinstadts zu engagieren.

In der darauffolgenden Gemeinderatssitzung am 28. Oktober erfolgt dann - wiederum in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats - die Beratung zum Einwohnerantrag und die Beschlussfassung.

 

Der NABU Weinstadts unterstützt aktiv das KlimaBündnis Weinstadt. Wir freuen uns, wenn viele Unterzeichnenden des Einwohnerantrags dabei sein werden und mit Ihrem Kommen zur Sitzung zeigen, dass der Antrag von einem Großteil der Bevölkerung unterstützt wird!

 

 

Wann und wo: Donnerstag, den 30.09. um 18:00 Uhr in der Jahnhalle in Endersbach


„Das Klima retten – aber wie?“

Podiumsdiskussion mit den Bundestag-Kandidaten und Kandidatinnen unseres Wahlkreises

Unter diesem Motto veranstalten die 5 Klimabündnisse des Remstals am 14.09.2021 um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten und Kandidatinnen unseres Wahlkreises. Die Veranstaltung findet live im Kulturhaus Schwanen in Waiblingen statt, wird zudem auch in weiteren Orten im Remstal öffentlich übertragen und auch über YouTube gestreamt.

Diese Bundestagswahl ist eine Klimawahl, der nächste Bundestag hat noch die Chance, alles dafür zu tun, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Welche Partei hat welche Konzepte? Welcher der Kandidaten und welche der Kandidatinnen überzeugt am meisten? Wer hat ein fundiertes Wissen über die Auswirkungen des Klimawandels – auch auf den Arten- und Naturschutz?

Diesen und vielen anderen Fragen stellen sich auf dem Podium:

Anne Kowatsch, Grüne

Christina Stumpp, CDU

Urs Abelein, SPD

Luigi Pantisano, Die Linke

Dr. Stefan Seiter, FDP

Um eine sachliche und faktenbasierte Diskussion zu gewährleisten, wird es am Anfang eine                      ca. 15-minütige Präsentation von Herr Kobiela zum Klimawandel geben.

Dr. Georg Kobiela hat fundiertes Wissen zum Klimawandel, er war als Ökonom und promovierter Chemiker mit Industrieerfahrung langjähriger Mitarbeiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie; u. a. leitete er dort 2020 die Studie "CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5°C-Grenze" für Fridays for Future. Seit kurzem ist er als Referent für Industrietransformation für Germanwatch tätig.

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Herrn Leo Fromm, er ist Wirtschaftsjournalist mit einem Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft und CO2-neutralen Prozessen. Der Familienvater wohnt in Schorndorf.

Da der Veranstaltungsraum in Waiblingen sicher sehr voll sein wird, empfehlen wir, diese sicher sehr interessante Diskussion online auf YouTube zu verfolgen: https://youtu.be/NwbShGwcjw4


Unsere heimische Natur rund um den Karlstein  - viel Spaß und viel gelernt beim Sommerferienprogramm des NABU

Am 12. August hieß es früh aufstehen und raus in die Natur – wir trafen uns schon um 9 Uhr mit 16 Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren und alle frisch auf Corona getestet am Wanderparkplatz beim Landgut Burg. In festen Schuhen, mit Rucksackvesper und Getränken ging es zunächst noch im Anorak zum Schützenhüttle mit seinem großartigen Ausblick auf fast alle Ortsteile unserer Stadt. Auf dem Weg dorthin konnten die Kinder schon viel von Hermann Spiess und Hans Ruff zu unseren heimischen Pflanzen und den Insekten lernen.

Sehr erstaunt waren die „gestandenen NABU´ler“ darüber, wie viel Wissen zur Botanik und unseren heimischen Tieren die Kinder teilweise schon mitgebracht haben; das machte uns richtig Freude!

Nach dem Besuch am Klingenkopf und seiner ganz besonderen Flora ging es steil bergan zum Karlstein, denn schon bald meldete sich der große Hunger. Nachdem das Holz gesammelt war und das Feuer brannte, schmeckte allen das Vesper ganz besonders gut, auch wenn der eine oder andere Marshmallow sehr dunkel wurde …

 

Auch das Toben kam nicht zu kurz, die Grillstelle am Karlstein eignet sich sehr gut dafür. Nachdem alles wieder eingepackt und der Müll eingesammelt worden war, ging es in den Wald auf der Suche nach Siebenschläfern, leider erfolglos. Bei einem abschließenden Quiz zu dem bei der Tour Gelernten zeigten alle Kinder, dass sie gut zugehört hatten und das eine oder andere Interessante mitnehmen konnten. Nach dem Verteilen der Preise ging es nach 5 Stunden wieder zum Parkplatz, an dem die Eltern schon warteten. Es war für alle ein tolles und kurzweiliges Erlebnis.


Kein Grund zur Panik

Hornissen und Wespen sind friedlicher als allgemein gedacht

Sechs Beine, gelb-schwarze Streifen und bisweilen etwas aufdringlich: Aktuell sind wieder viele Wespen unterwegs. Wenn sie beim Eis essen, Picknicken oder Grillen auftauchen, reagieren viele Menschen mit Panik. Aber der Ruf der Wespen ist schlechter als die Realität. Nach wie vor halten viele Menschen Wespen und Hornissen für gefährlich. Die Liste der Vorurteile ist lang.

Durch eine bessere Einschätzung zum Teil bekannter Situationen können selbst Hornissen und Menschen friedliche Nachbarn werden.

Nur zwei der acht in Deutschland heimischen Wespenarten fliegen auf Cola, Steak und Kuchen. Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe haben den Wespen insgesamt den schlechten Ruf eingebrockt. Die Leidtragenden sind die Hornissen und die im Freien, in Büschen oder unter Vordächern nistenden Langkopfwespen, deren Nester oft „vorsorglich“ ausgeräuchert werden.

 

 

Mit folgenden Tipps des NABU sollte ein entspanntes und hoffentlich verletzungsfreies Miteinander möglich sein:

 

 

  • Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam: Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.
  • Es ist sinnvoll, Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nach Am Kaffeetisch und beim Grillen: Wespen stechen, sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen
  • dem Essen sollte bei Kindern der Mund abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken
  • Um Wespen, Bienen und andere Insekten aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich, Fliegengaze an Fenstern und Türen anzubringen.
  • Haben sich trotz aller Vorkehrungen Wespen ins Haus verirrt, wird ein Glas über das Insekt gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben, um das Tier wieder nach draußen zu bringen.
  • Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen. Bleibt man auf einer Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.
  • Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen vorbeugen beziehungsweise diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.
  • Als einzige Wespenart fliegen Hornissen auch bei Nacht – dementsprechend können sie sich dann an Partybeleuchtungen, erleuchteten Fenstern oder Hauseingangsbeleuchtungen sammeln. Hier sollte man die Gelegenheit beim Schopfe packen, unnötige Lichtverschmutzung zu beenden oder zumindest zu begrenzen: Haus- und Wegbeleuchtungen sollten mit Bewegungsmeldern versehen sein, um wirklich nur bei Bedarf zur Verfügung zu stehen. Dauerhafte Beleuchtungen sollten möglichst schwach ausfallen, beispielsweise durch Verwendung von LED-Strahlern. Am besten aber ist es, Lichtquellen wann immer möglich abzuschalten oder erst in Betrieb zu nehmen, wenn das Fenster geschlossen ist – das gilt auch für den Fernseher.
  • Wespen können Holzverschalungen oder Holzverkleidungen leicht beschädigen, da sie das Holz als Grundstoff zum Bau ihrer Nester verwenden. Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihre Holzverkleidungen intakt bleiben, sollten Sie diese mit umweltfreundlichen Lacken und Farben regelmäßig pflegen.
  • Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Man kann das Nest dann gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sich sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es „nach Wespe riecht“.
  • Falls sich Wespen an ungünstiger Stelle angesiedelt haben, wenden Sie sich an Fachkundige vor Ort für eine Beratung. Manchmal gibt es sogar die Möglichkeit, ein problematisches Nest schonend umsiedeln zu lassen, anstatt es gleich dem Schädlingsbekämpfer zu überlassen.
  • Übrigens besteht kein grundsätzlicher Anspruch des Nachbars auf Entfernung des Nestes. Man haftet also nicht für das Nest und seine Folgen, es sei denn, man hat es gezielt und bewusst dort angesiedelt.

NABU Grill-Hocketse im Schachen am 6. August


Einwohner-Antrag des KlimaBündnis Weinstadt - NABU hilft und sammelt Unterschriften

Mit einer Fahrradtour durch alle Weinstädter Ortsteile startete das KlimaBündnis am Samstag das Sammeln von Unterschriften für den Einwohnerantrag. Vielleicht sind Ihnen die Plakate für die Unterschriftsaktion oder die sonnengelben T-Shirts des KlimaBündnis schon aufgefallen?

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die zentralen Forderungen des Einwohnerantrages:

         Weinstadt soll bis 2035 klimaneutral sein

         der Gemeinderat Weinstadt beschäftigt sich mit dem Anliegen des Einwohnerantrages und

         der Gemeinderat beschließt, einen Klimaschutz-Aktionsplan zu erstellen und umzusetzen.

Morgen, am Donnerstag, den 10. Juni wird der NABU zusammen mit dem BUND während des Wochenmarktes vor dem Rathaus in Beutelsbach einen Informationsstand aufbauen. Alle Weinstädter Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und die Aktion mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen. Für diese Unterschrift müssen Sie jedoch mindestens 16 Jahre alt sein. Auch auf unserem großen Banner dürfen Sie sich gerne verewigen.

Unsere Termine, an denen Sie unseren Infostand finden werden:

         10. 6. auf dem Wochenmarkt in Beutelsbach

         17. 6. vor dem Remstalmarkt in Endersbach

         18. 6. auf dem Wochenmarkt in Endersbach

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns unterstützen!

Der Einwohnerantrag ist auch online zu finden:

https://klimabuendnis-weinstadt.de/klimaentscheid-weinstadt  


Große Unterschriftenaktion – NABU unterstützt Einwohnerantrag des KlimaBündnis Weinstadt

Das KlimaBündnis Weinstadt setzt für uns und die Zukunft unserer Kinder und Enkel ein Zeichen und organisiert bis Ende Juli eine Unterschriften-Aktion für den Einwohnerantrag in Weinstadt. Ab Samstag werden die Plakate im Straßenbild unserer Ortsteile zu sehen sein!

Ein Einwohnerantrag ist ein Mittel der direkten Demokratie, das den Gemeinderat dazu zwingt, sich mit einem Bürgeranliegen auseinanderzusetzen. Der Einwohnerantrag wurde vom Regierungspräsidium geprüft und von unserer Stadtverwaltung genehmigt.

 

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die zentralen Forderungen des Einwohnerantrages:

  • Weinstadt soll bis 2035 klimaneutral sein
  • der Gemeinderat Weinstadt beschäftigt sich mit dem Anliegen des Einwohnerantrages und
  • der Gemeinderat beschließt, einen Klimaschutz-Aktionsplan zu erstellen und umzusetzen

Der Antrag ist online zu finden: https://klimabuendnis-weinstadt.de/klimaentscheid-weinstadt

 

Wichtig:  Hauptwohnsitz muss in Weinstadt und das Alter muss mindestens 16 Jahre sein. Alle Eintragungen müssen leserlich und vollständig erfolgen. Bitte nur in der vorgegebenen Liste unterschreiben.

 

Bitte unterstützt uns!

Toll wäre es natürlich, wenn Sie auch Unterschriften in der Familie, bei Nachbarn oder Bekannten für uns sammeln!

 

Haben Sie nicht die Möglichkeiten, den Antrag auszudrucken oder selbst zurückzusenden? Dann melden Sie sich bitte bei uns, wir bringen selbstverständlich den Antrag vorbei und/oder holen auch wieder die unterschriebenen Anträge ab!

 https://www.nabu-weinstadt.de/kontakt/

 

 

Weitere Informationen zum KlimaBündnis und den Aktionen sind auf der Homepage zu finden:  https://klimabuendnis-weinstadt.de

 


Pressemitteilung des BUND- und NABU-Weinstadt                                                    Weinstadt, 14.05.2021

Bericht in der WKZ am 11. Mai „Räte wollen Bäume nicht erhalten“ –
Pressemitteilung zum Beschluss des Technischen Ausschusses am 6. Mai

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Bestürzung haben wir am 11. Mai in der WKZ gelesen, dass der Technische Ausschuss mehrheitlich den Antrag des Tiefbauamt-Leiters Markus Baumeister nicht angenommen hat und sich damit gegen den von der Verwaltung vorgeschlagenen Erhalt der Bäume ausgesprochen hat.

Hierzu eine gemeinsame Stellungnahme des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) Ortsverband Weinstadt, und des NABU (Naturschutzbund Deutschland), Gruppe Weinstadt.

BUND und NABU unterstützen dringend das Anliegen der Stadtverwaltung, die Bäume zu erhalten! Ein Fällen der Bäume ist aus vielerlei Gründen nicht zu tolerieren!

Diese drei großen Platanen beschatten insbesondere auch versiegelte Flächen (Straßen, Gehwege, Parkplätze) und sind als Stadtbäume daher für das Kleinklima äußerst wichtig, da es immer mehr trockene und heiße Sommer gibt und geben wird. Solche stattlichen Stadtbäume, die das Bild eines Ortes prägen, sind CO2-Speicher, erzeugen Sauerstoff, filtern Feinstaub und sorgen so durch ihre kühlende und schadstoffreinigende Wirkung auch im Hochsommer für ein erträgliches Klima. Es dauert viele Jahre, bis nachgepflanzte junge Bäume ähnlich positive Effekte (insb. auch CO2-Speicherung) haben. Gesunde Bäume müssen geschützt werden und erhalten bleiben und gleichzeitig müssten in unseren Stadtteilen viele Neupflanzungen in den nächsten Jahren erfolgen.

Die Saatkrähe ist wie alle europäischen Vogelarten eine besonders geschützte Art, siehe § 7 Abs. 2 Nr. 13 b) bb) Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Nach § 44 Absatz 1 Nr. 3 BNatSchG ist es zudem verboten, die Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere dieser besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Im Fall der Saatkrähe betrifft dies Kolonien oder Teile davon
mit ihren Nestern. Die
Fortpflanzungsstätten sind auch dann geschützt, wenn sie gerade nicht bewohnt werden, aber zu erwarten ist, dass die Tiere aufgrund ihrer Standorttreue wieder zu ihnen zurückkehren werden. Dies ist insbesondere auch bei der Saatkrähe der Fall.

Saatkrähen sind gesellige, sozial lebende Singvögel und sie leben gerne im Familienverbund, sind sehr ortsgebunden. Vergrämungsmaßnahmen gegen die Saatkrähen sind in der Regel wenig wirksam, im Gegenteil. Erfahrungen zeigen, dass ungestörte Kolonien verhältnismäßig langsam wachsen. Ein sprunghaftes Ansteigen der Brutpaarzahlen von einem auf das andere Jahr ist in der Regel auf Zuwanderungen zurückzuführen, die wiederum auf Störungen in anderen Kolonien zurückzuführen sind. Selbst ein Fällen dieser Bäume würde die Situation in Beutelsbach nicht lösen, sondern nur verlagern. Daher raten wir von Vergrämungsmaßnahmen gegen die Saatkrähen ab.

Daher unsere dringende Bitte an die Stadtverwaltung und an die Fraktionen des Gemeinderats: Schließen Sie sich der Argumentation des Tiefbauamt-Leiters an und denken Sie an die Zukunft unserer Stadtteile!
Die alten Bäume müssen geschützt werden - sie sind unverzichtbar für den Naturschutz und unser Stadtklima und darüber hinaus auch prägend für das Ortsbild in Beutelsbach!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Robert Auersperg                                                                                    Hermann Spiess
Vorsitzender BUND-Weinstadt                                                                Vorsitzender NABU-Weinstadt
Robert.Auersperg@t-online.de                                                               e-h@spiess-net.de
Tel. 07151/66954                                                                                           Tel. 07151/61585


Stunde der Gartenvögel –

Die große Vogelzählung vom 13. bis 16. Mai

Eine Stunde lang Vögel beobachten, gemeinsam Spaß an der Natur haben – und einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten. Dazu lädt der NABU alle Naturfreundinnen und -freunde ein: Immer am zweiten Maiwochenende findet die die große Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“ statt. Dieses Jahr wird diese Aktion bereits zum 17. Mal ausgerufen und findet vom 13. bis 16. Mai statt. Letztes Jahr brach sie alle bisherigen Rekorde: Erstmals nahmen über 150.000 Vogelfreundinnen und -freunde teil.

Ziel ist es, möglichst viel über unsere Vögel in Städten und Dörfern zu erfahren, da die Experten des NABU häufig über seltene oder gefährdete Arten mehr wissen als über Amsel, Meise oder Spatz. Bei Deutschlands größter Vogelzählung mitzumachen ist ganz einfach: Man beobachtet eine Stunde lang die Vogelwelt in der Umgebung des eigenen Zuhauses, zum Beispiel im Garten, vom Balkon aus oder im Park. Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die sich im Laufe einer Stunde gleichzeitig zeigt. So lassen sich Doppelzählungen vermeiden. Ein Vogel muss sich übrigens nicht niederlassen, er zählt auch wenn er vorbeifliegt. 

Das ist Forschung, bei der alle mitmachen können: Je mehr Naturfreundinnen und -freunde an unserem Langzeitprojekt „Stunde der Gartenvögel“ teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Nur so erfährt der NABU, wo welche Vögel wie häufig vorkommen und welche selten geworden sind – und nur so kann sich der NABU für den Schutz der Vögel stark machen.

Leider kann der NABU Weinstadt aufgrund der Pandemiesituation auch dieses Frühjahr keine Vogelwanderung anbieten. Wer sich nicht sicher ist, ob er alle Vögel erkennt, kann einen Spickzettel zu Rate ziehen. Wie genau die Teilnahme funktioniert, eine praktische bebilderte Zählhilfe und viele wertvolle Tipps sind hier zu finden:  www.stunde-der-gartenvoegel.de

Noch ein Hinweis:

 

Unsere für Juni geplante Mitgliederversammlung muss leider in den Herbst verschoben werden!


Diese Blütenvielfalt kommt bei uns in die Tüte

Wir empfehlen mehrjährige, gebietsheimische Samenmischungen für die Artenvielfalt

Bienenweide, Sommerwiese, Insektenbuffet, Wildblumenmischung – Samentütchen mit wohlklingenden Namen und einer bunten Blumensamenmischung gibt es zurzeit überall zu kaufen. Ob Baumarkt oder Handelskette – viele Unternehmen verschenken die Blütenvielfalt aus der Tüte. Doch es lohnt sich, einen genaueren Blick auf den Inhalt zu werfen. Leider hält die Tüte oftmals nicht, was sie verspricht.

Wir brauchen mehr blühende Vielfalt in unserem Ort, das ist richtig. Doch leider enthalten viele Samenmischungen nur einjährig blühende Arten statt mehrjähriger, die noch dazu natürlicherweise gar nicht bei uns vorkommen. Sie sehen zwar zunächst hübsch bunt aus, haben aber keinen nachhaltig positiven Effekt auf unsere Natur. Weniger Arbeit macht eine Blumenwiese, die einmal ausgesät, mehrere Jahre Freude bereitet und die Insektenwelt langfristig fördert. Daher ist es wichtig, bienenfreundliche Blütenmischungen mit mehrjährigen Arten zu verwenden, die auch im zweiten und dritten Jahr wieder blühen. Ferner sollten es ungefüllte Blüten sein, damit der Nektar und die Pollen von den Insekten überhaupt erreicht werden kann.

Wir empfehlen daher bei Blumensamenmischungen gebietsheimische Arten zu bevorzugen. Diese sind einerseits am besten an die vorhandenen Standortbedingungen, wie Boden und Klima angepasst und somit häufig robuster. Andererseits bieten sie einen großen Nutzen für die Artenvielfalt vor Ort.

 

Jedoch darf man sich auch bei diesen Samenmischungen nicht von der Bedruckung der Samentütchen blenden lassen, die oftmals eine reiche Blütenpracht zeigen, die bei mehrjährigen Mischungen jedoch oft erst nach mehreren Jahren erreicht wird.

Unsere heimischen Wildbienen leiden seit Jahren unter Nahrungs- und Lebensraummangel sowie unter den Pestiziden auf Äckern, in Gärten, Einfahrten, auf Bahnstrecken und mehr. Von den mehr als 460 Wildbienen-Arten, die in Baden-Württemberg vorkommen, steht über die Hälfte auf der Roten Liste. Viele dieser Wildbienen sind zum Teil hochspezialisiert. Sie brauchen ganz bestimmte Lebensräume und Pflanzen zum Überleben.

 

 

Die Senf-Blauschillersandbiene etwa, Wildbiene des Jahres 2019, liebt den Ackersenf, holt sich Pollen und Nektar aber auch von anderen Kreuzblütlern wie Barbarakraut, Hederich, Raps oder Weißsenf. Ihre Nahrungspflanzen blühen vor allem in Ackerbaugebieten an Wegrändern. Durch intensive Landwirtschaft und Nutzung von Herbiziden werden diese immer seltener, und damit verschwindet auch diese Wildbienenart. Dagegen ist die Honigbiene weniger wählerisch, was ihre Nahrung betrifft. Doch auch sie tut sich zunehmend schwer angesichts blütenarmer Landschaften.

Wir freuen uns über jede und jeden, die oder der in ihrem oder seinem Garten, auf dem Balkon, vorm Vereinsheim oder neben der Garagenauffahrt, rund ums Haus, auf einer Wiese oder sonst wo ein Plätzchen für Wildbienennahrung schafft. Auch Zierpflanzen, Stauden oder Kräuter, die nicht aus der Region stammen, können eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten sein. Dazu gehören beispielsweise Pflanzen, wie Oregano, Thymian oder Lavendel, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen.

So vielfältig die Insektenwelt ist, so vielfältig sind ihre Vorlieben. Eine Blütenmischung sollte nicht monoton auf wenige Pflanzen setzen, sondern ein breiteres Spektrum abbilden. Bevorzugen Sie daher Mischungen mit Pflanzen, die sich optimal an unsere regionalen Bedingungen anpassen können und den hier lebenden Arten Nahrung bieten. So haben Sie viele Jahre Freude und helfen zahlreichen bedrohten Insektenarten aus unserer Region.

Auf dieser Internetseite www.NABU.de/saatgut finden Sie eine Liste geeigneter Anbieter für Blumensamenmischungen oder insektenfreundlichen Pflanzen.

Gerne dürfen Sie sich auch an den NABU Weinstadt wenden, wir beraten sie gerne


Was haben Hundehaare mit dem Tod von Jungvögeln zu tun?

Auf solch eine Forschungsfrage zur Verbindung zwischen Hundehaaren und dem Tod von Jungtieren wäre wohl niemand so ohne weiteres gekommen. Eine Studie aus den Niederlanden sollte sich eigentlich darum drehen, welche Auswirkungen die Belastung durch Pestizide auf den Tod von Jungvögeln hat. Dabei machten die Forscher eine unerwartete Entdeckung.

Auf der Suche nach Giftstoffen in den Körpern toter Jungvögel stießen sie nicht etwa auf die vermuteten Pestizide, sondern auf Antiparasitika. Das sind Stoffe, die bei Haustieren verwendet werden, um deren Fell von Zecken und Flöhen zu befreien. Doch wie kamen die Stoffe aus der Fellbehandlung in die Nester? Bei der Untersuchung des Nistmaterials der Vogelnester fanden die Forscher Hundehaare!

Die Forscher gehen davon aus, dass die Elternvögeln Hundehaare als Nistmaterial verwendet haben, die mit Antiparasitika behandelt wurden. Dies wurde auch durch eine Analyse der Haarproben aus Vogelnestern bestätigt, die die gleichen Schadstoffe wie in den toten Nestlingen aufwiesen. Es liegt daher nahe, dass die Nestlinge diese Substanzen nicht mal fressen müssen, sondern gleich nach dem Schlüpfen über die noch unbefiederte Haut aufnehmen.

Speziell unsere Meisen lieben es, ihr Nest unter anderem mit Tierhaaren ganz weich zu polstern und sind daher besonders gefährdet.

Wie kann man die Jungvögel schützen?

Daher richtet der NABU eine dringende Bitte an Hundebesitzer:

Wenn Sie ihre Hunde mit Antiparasitika behandeln, sollten Sie die ausgebürsteten Hundehaare nicht für Vögel zugänglich im Freien, sondern im Hausmüll entsorgen.

Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die belasteten Hundehaare als Nistmaterial verwendet und Jungvögel nachhaltig geschädigt werden.

 

Wir und unsere Vögel bedanken uns sehr für Ihr Verständnis und Ihre Rücksichtnahme.


Frohe Ostern!

Der NABU Weinstadt grüßt Sie herzlich zum Frühlingsanfang und zu Ostern.

Auch das Jahr 2021 wird wohl für viele von uns eine Herausforderung. Die Corona-Pandemie hat unsere gemeinsamen NABU-Aktivitäten gelähmt und wir dürfen leider keine Veranstaltungen und Exkursionen durchführen. Unsere Winter- und Frühjahrsaufgaben in der Natur haben wir alleine oder in Kleinstgruppen und mit viel Abstand erledigen können. Auch unser NABU-Landesverband ist trotz Corona weiter aktiv, Meetings und der Austausch von Informationen erfolgen ausschließlich in online-Konferenzen. 

Da wir leider jetzt schon ein ganzes Jahr unseren monatlichen Stammtisch nicht mehr anbieten können, nutzen auch wir in unserer Ortsgruppe die online-Möglichkeiten und tauschen uns so aus. Es wäre schön, wenn noch mehr von unseren Mitstreitern an unseren virtuellen Meetings teilnehmen würden. Wenn Sie auch gerne dabei wären, dann melden Sie sich bitte 

Ein Osterspaziergang an der Unteren Rems:

Wenn wir schon keine gemeinsamen Exkursionen machen können, so empfehlen wir einen Spaziergang entlang der Rems von Neustadt Richtung Neckarrems. Das Naturschutzgebiet „Untere Rems“ ist landschaftlich sehr schön und man kann gerade jetzt viele interessante Naturbeobachtungen machen. Es blüht die Scilla, das Buschwindröschen, der Lerchensporn, der Gelbe Ackerstern, die Schuppenwurz und vieles andere mehr. Viele Vögel singen und mit etwas Glück kann man den Eisvogel oder den Gänsesäger beobachten. Auch die Zugvögel kommen zurück. So waren bereits der erste Zilpzalp und die erste Mönchsgrasmücke zu hören!

Wir wünschen Euch/Ihnen und Euren/Ihren Familien frohe Ostertage und die Hoffnung auf ein Ende der Einschränkungen in der Pandemie, wenn viele von uns einen Impfschutz haben werden. 

Viel Spaß beim Osterspaziergang, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund! 


Auch in Corona-Zeiten – Bürgerinnen und Bürger pflegen ihre Stadt

 

Weinstadt: Auch unter den erschwerten Bedingungen durch Corona fand sich eine stattliche Anzahl von Mitgliedern des Obstbauverein Endersbach (OBV-E) und des Naturschutzbundes Weinstadt (NABU) am 13. März und am Folgesamstag zusammen, um bei der Mühlbachputzete auch in diesem Jahr ihren schon zur Tradition gewordenen Beitrag zur Pflege dieses orts- und naturnahen Lebensraums zu leisten. Über den Erhalt des Mühlbachs als geschichtsträchtigem Ort hinaus bietet dieser Naturraum beliebte Möglichkeiten für die Naherholung für Jung und Alt, besonders auch für die BewohnerInnen des nahegelegenen Otto-Mühlschlegel-Hauses.

Bedingt durch Corona haben sich engagierte Mitglieder aus dem Obstbauverein Endersbach (OBV-E) und aus dem Naturschutzbund Weinstadt (NABU) spontan, aber ohne großes Aufsehen am 13. März und am Folgesamstag zusammengefunden, um ihren schon zur Tradition gewordenen Beitrag zur Sauberhaltung ihrer Stadt zu leisten. Weil Corona eine großangelegte offizielle Stadtputzte in diesem Jahr nicht zuließ, haben sich die Organisatoren in den beiden Vereinen zusammengetan und ein Konzept für die Aktion erarbeitet, das dem weitläufigen Ziel des Projekts einerseits und den Anforderungen der Pandemie andererseits uneingeschränkt gerecht werden konnte. Der Bauhof der Stadt Weinstadt hat das Vorhaben tatkräftig unterstützt. 

Über die „Buschtrommel“ konnte eine stattliche Anzahl von Helferinnen und Helfern gewonnen werden, die sich an den beiden Projekttagen mit Spaten, Hacken, Rechen, Gummistiefeln und anderem Gerät am Mühlbach einfanden um diesen von Unmengen an Unrat, Müll, Schlamm und Gestrüpp zu befreien. Dank der mühevollen Arbeit der Aktiven kann das Gewässer jetzt wieder ungehindert der Endersbacher Mühle zufließen, der er in früheren Zeiten als Energiequelle diente. Neben dem körperlichen Einsatz kam auch das Gesellige nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl sorgten HelferInnen, sodass sich Fleiß und Spaß verbinden ließen – unter strikter Einhaltung der aktuell erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln. 

Über die Sauberhaltung des Bachlaufs hinaus, hat die jährliche Aktion eine hohe Bedeutung für den Erhalt des ortsnahen und naturnahen Lebensraums für eine reiche Pflanzen- und Tierwelt. Als gut erschlossenes Gebiet bietet sie auch beeinträchtigten BewohnerInnen des nahegelegenen Otto-Mühlschlegel-Hauses einen unbeschwerten Zugang zur Natur. Für unzählige BürgerInnen, Jung und Alt, ist das Gebiet um den Mühlbach ein anregungsreicher Erlebnisraum und ein beliebter Weg für den sonntäglichen Spaziergang. 

Die Gemeinschaftsaktion hat eindrucksvoll gezeigt, dass das ehrenamtliche Engagement von entschlossen zupackenden BürgerInnen viel bewirken kann und für ein gelingendes Gemeinwesen unverzichtbar ist. Dass die „Buschtrommel“ offensichtlich bestens funktioniert hat, ist ein Beleg für die immer noch funktionierende Dorfgemeinschaft in Endersbach und in den anderen Stadtteilen von Weinstadt. 

Aktuell haben die Beteiligten unter Beweis gestellt, dass man auch in Zeiten der durch die Umstände der Pandemie erzwungenen Distanz zwischen den Menschen auf die „analoge“ Begegnung nicht verzichten und sie gewinnbringend gestalten kann. Man kann einen Mühlbach nicht „digital“ putzen -und „Homeoffice“ hilft da auch nicht weiter. Es kommt heute und auch in Zukunft auf Menschen an, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und sich für seine Verwirklichung einsetzen – „mit der Hand unter dem Arm“. Hier waren BürgerInnen am Werk, die sich nicht mit der Rolle des unbeteiligten Ratgebers abfinden, sondern zum Nutzen aller etwas praktisch bewirken wollen.      

Hans-Jörg Polzer


Der Vogel des Jahres 2021:

Das Rotkehlchen

Hier ist er, der „Vogel des Jahres" 2021: das Rotkehlchen! Mit der Wahlbotschaft „Mehr Gartenvielfalt" hat das Rotkehlchen den Sieg eingeflogen. Wir gratulieren dem kleinen Sympathieträger, er ist Nachfolger der Turteltaube, dem Vogel das Jahres 2020. 

 

Erstmals wurde der Vogel des Jahres in einer öffentlichen Wahl in zwei Phasen entschieden. Nach einer Vorwahl wurden aus insgesamt 307 Vogelarten die Top-Ten-Kandidaten ermittelt. Insgesamt 450.000 Teilnehmende haben sich an der Vor- und Hauptwahl zum beteiligt und gemeinsam ihren Lieblingsvogel gekürt. Unsere Vogelwahl zeigt damit: Das Interesse an der heimischen Vogelwelt ist größer denn je. Das hat den NABU darin bestätigt, den „Vogel des Jahres“ auch weiterhin öffentlich wählen zu lassen. Eine Fachjury des NABU wird künftig fünf geeignete Kandidaten auswählen und im Herbst zur öffentlichen Wahl stellen.

 

Die orange-roten Federn um den Schnabel und an der Brust geben dem Rotkehlchen seinen Namen - sie machen ihn wiedererkennbar und dadurch offenbar auch beliebt. Der Gesangskünstler ist nun "Vogel des Jahres", er machte mit fast 60.000 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel.

Sollte es die Pandemie möglich machen, dann wird der NABU Weinstadt im Rahmen des Programms des Weinstädter StadtSeniorenRates am 8. Juni das Rotkehlchen ausführlich vorstellen.

Wir werden in dieser NABU-Rubrik im Blättle oder auf unserer Homepage darüber informieren:


Handys für Hummel, Biene und Co.:

Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen und NABU-Projekt fördern

NABU und Telefónica Deutschland Group arbeiten beim Thema Umweltschutz zusammen. Seit 2011 ist das Mobilfunkunternehmen Partner des NABU. Seit 2019 fließt das Geld aus dem Handy-Recycling in den NABU-Insektenschutzfond.

Durch die Handysammlung erhält der NABU einen jährlichen Zuschuss von seinem Partner Telefónica. Dieser jährliche Betrag erhöht sich, wenn beim Recyclingpartner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) zunehmend mehr Handys wiederaufbereitet und verkauft werden können. So kamen in den letzten beiden Jahren durch das Handyrecycling stolze € 125.000.- für den NABU-Insektenschutzfond zusammen.

 

Gute Gründe für Weitergabe, Reparatur und Recycling

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern mehr als 105 Millionen alte Handys und Smartphones in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen oder an illegale Händler zu geben, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Zu viele Schadstoffe gelangen in die Umwelt. Seltene Rohstoffe gehen für eine Wiederverwertung verloren und unnötige Rohstoffe werden in Ländern des globalen Südens weiter abgebaut. Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und – falls möglich – Reparatur inklusive Austausch von Ersatzteilen von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys oder Smartphones zu erhöhen. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer spart z. Bsp. 58 Kilogramm CO2 und beim Recycling der NABU-Handys entstehen Rohstoff-Gewinne von bis zu einem Kilo Gold jährlich, ganz zu schweigen von den Umweltvorteilen (150820-nabu-umwelttipps-handys.pdf).

 

Wie können Sie uns unterstützen?

 

Vielleicht haben Sie, bedingt durch die momentane zwangsläufige „Corona-Pause“, zu Hause aufgeräumt und dabei alte Handys in Ihren Schubladen wiederentdeckt. Falls Sie Ihre alten Handys oder Smartphones nicht mehr brauchen, können Sie diese gerne dem NABU Weinstadt übergeben, wir leiten Ihre Geräte dann gesammelt als Spende weiter.

 

Hier ist die Abgabestelle:

Unser NABU-Briefkasten (direkt beim Eingang zur Spiess´schen Apotheke, Strümpfelbacher Straße 29 in Endersbach.

 

Wir danken Ihnen im Namen unserer geplagten Insektenwelt für Ihr Mitmachen!