Artenschutz vor unserer Haustüre:

So kommen die Igel besser durch den Winter

Für unsere kleinen stacheligen Freunde ist der Herbst die heiße Phase, um sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Daher heißt es derzeit „Futtern was das Zeug hält“. Denn während ihres bis zu einem halben Jahr andauernden Schlafes verlieren sie zwischen zwanzig und vierzig Prozent ihres Gewichts. Um möglichst fette Beute zu machen, bevor das Nahrungsangebot an Käfern, Schnecken und Spinnen knapp wird, sind die sonst nachtaktiven Stacheltiere im Herbst auch am Tag auf Achse. Auf der Suche nach Nahrung überqueren die stacheligen Gartenbewohner dabei vor allem in den Abendstunden hin und wieder auch Straßen, die für sie oft zur tödlichen Falle werden. Daher ist jetzt eine gute Zeit, den putzigen Gesellen im heimischen Garten zu helfen und ihnen ausreichend Unterschlupf und Nahrung zu bieten.

Grundsätzlich gilt jedoch: Wer einen Igel findet, sollte ihn auf keinen Fall anfassen. Die derzeit scheinbar umherirrenden Tiere befinden sich intensiv auf Nahrungssuche, um sich noch rechtzeitig ausreichend Winterspeck anzufressen. Naturfreunde können den niedlichen und nützlichen Gartenbewohnern helfen, indem sie eine Tränke und eine Futterstelle aufstellen und die Igel so bei der Nahrungssuche unterstützen. Oft kommen die Tiere regelmäßig abends zu bekannten Futterstellen. Für den Futterteller eignet sich ein Gemisch aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei. Auf keinen Fall sollten Speisereste oder Obst gefüttert werden, auch Milch vertragen Igel absolut nicht. Verfüttern Sie niemals rohes Fleisch an Igel. Um Krankheiten zu vermeiden, müssen Futterreste täglich entfernt und das Wasser erneuert werden. Doch auch vor Mitfressern (z.B. Katzen, Ratten, Marder etc.) oder vor Regen sollte das Futter geschützt sein.

Wann ist ein Igel hilfsbedürftig?
Bei Zweifeln, ob ein Eingreifen erforderlich ist, sollte immer eine Igelpflegestelle kontaktiert werden. Ein Wildtier sollte nur dann der Natur entnommen werden, wenn definitiv eine Hilfsbedürftigkeit vorliegt. Diese kann man zwar nicht allein an einem Gewichtswert fest machen, jedoch sind Gewichte von weniger als 600 Gramm sowohl für Jung- als auch für Altigel in der Regel nicht ausreichend, um heil durch den Winter zu kommen..

Außerdem benötigen Igel Hilfe bei
- Verletzungen
- nach einem Sturz in Gruben, Lichtschächte, Treppenaufgänge etc.
- Krankheitsanzeichen wie zielloses Umherlaufen, husten, torkeln, liegenbleiben, fehlendem Zusammenrollen, Abmagerung, eingefallenen und schlitzförmigen Augen
- verwaiste Jungigel, die sich tagsüber außerhalb des Nestes befinden mit noch geschlossenen Augen und Ohren und die evtl. ausgekühlt sind
- Igel, die im Winter tagsüber oder nach Dauerfrost und Schnee umherlaufen


Zur Erstversorgung sollten besonders Jungtiere zunächst warmgehalten werden, indem sie in ein Tuch oder eine Jacke gehüllt werden; kein Rotlicht!. Keinesfalls sofort Futter oder Trinken anbieten, sondern Kontakt mit einer Igelpflegestelle aufnehmen. Verletzte Tiere müssen einem wildtiererfahrenen Tierarzt vorgestellt werden. Bitte unbedingt auf Eigenschutz achten, d.h. die Tiere am besten mit Handschuhen anfassen.

Beim Fund eines hilflosen Igels sollte am Fundort ggf. nach weiteren betroffenen Geschwistern in der Umgebung gesucht werden. Ein tagaktiver Igel sollte immer genau begutachtet werden, da dies fast immer ein Zeichen für ein Krankheitsgeschehen ist. Sind Parasiten wie Flöhe, Zecken und vor allem Fliegeneier auf dem Igel zu finden, müssen diese umgehend entfernt werden. Dazu keinesfalls Parasiten- oder Spot-on-Mittel verwenden, sondern die Lästlinge manuell mit Hilfe einer Zeckenzange, Pinzette, Flohkamm oder einer unbenutzten Wimpernbürste entfernen.

Die beste Igelhilfe ist ein naturnah gestalteter Garten, denn dort finden sie genügend Käfer, Regenwürmer, Schnecken und Spinnen. Schon eine verwilderte Ecke kann ausreichen, um einen kleinen Igellebensraum zu schaffen. Vor allem Laub-, Reisig- und Totholzhaufen bieten ihm willkommenen Unterschlupf. Doch auch künstliche Verstecke werden jederzeit gerne angenommen, und das nicht nur für den Winterschlaf. Die sogenannten Igelburgen können ohne großen Aufwand selbst gebaut werden. Um Igel vor Verletzungen und Vergiftungen zu schützen, sind Gifte und Mähroboter sowie Laubsauger im Garten tabu.

 

 

Der NABU gibt Naturfreunden Tipps, wie sie einfache Igelburgen anlegen und die Tiere durch richtige Zufütterung unterstützen können. So überstehen die Igel sicher und gut gerüstet die kältere Winterzeit.


Streuobstwiesen-Spaziergang

NABU informiert über seine Projekte in den Streuobstwiesen

Ohne Corona hätten die Weinstädter Obst- und Naturschutzvereine am nächsten Sonntag den 10. Streuobsttag gefeiert. Dieses Jahr ist leider vieles anders und als kleinen Ersatz bietet daher der NABU Weinstadt dieses Jahr einen kleinen Spaziergang mit Informationen rund das Thema Streuobst an.

 

Die Führung wird von Dr. Hermann Spiess und Claus Hainbuch geleitet.

Wir starten in der Auberlenstraße am Ortsrand von Endersbach und besuchen als erstes die Weinstädter Museums-Streuobstwiese mit ihren alten heimischen Obstsorten. Auf dem Spaziergang erfahren Sie neben historischen Informationen zum Streuobst Interessantes und Wissenswertes zu den NABU-Projekten Nisthöhlenbetreuung, Steinkauz-Projekt und unseren Aktivitäten zum Artenschutz für die Wildbienen.

Bitte festes Schuhwerk anziehen, da wir teilweise auf unbefestigten Wegen unterwegs sind. Wir limitieren die Anzahl der Teilnehmer auf 15 Personen und bitten die Interessierten, sich rechtzeitig anzumelden!

 

Wann:                  am Sonntag 18. Oktober um 14 Uhr, Dauer ca. 90 min.

TN-Zahl:              begrenzt auf 15 Personen, es zählt die Reihenfolge der Anmeldung.

Anmeldung:      bis zum 16.10. bei Hermann Spiess, per Mail unter Vorstand@NABU-Weinstadt.de oder telefonisch unter 07151-61585.

Treffpunkt:        Ecke Auberlenstraße/Mühläckerstraße (am Ortsrand von Endersbach).

TN-Gebühr:       keine

 

 

Corona-Regeln:               Bitte Alltagsmaske mitbringen und nehmen Sie nur dann teil, wenn Sie gesund sind und keinen Kontakt zu einem Corona-Erkrankten in den letzten 2 Wochen hatten.


Pilze in Weinstadts Wäldern         NABU veranstaltet eine Führung zum Kennenlernen und zum artgerechten Sammeln der Pilze

 

Der für die Natur so lang ersehnte Regen fiel endlich am letzten Wochenende und erhöht damit unsere Hoffnungen, auch dieses Jahr wieder in unseren Wäldern Pilze zu finden. Letztes Jahr war unsere Pilzführung sehr gut besucht. Insbesondere auch wegen der Corona-Situation bieten wir dieses Jahr zwei Führungen an, und zwar am Sonntag, den 11. und 18. Oktober.

 

 

 Wir limitieren die Anzahl der Teilnehmer auf 16 Personen und bitten die Interessierten, sich rechtzeitig anzumelden! Die Führung wird von Dr. Hennecke geleitet. Er startet seine Führung mit einer kleinen Einführung von ca. 20 Minuten über artgerechtes Pilzesammeln und einer groben Pilzbestimmung.

 

Bitte festes Schuhwerk anziehen, da wir auf unbefestigten Wegen unterwegs sind

 

Wann:                        jeweils am Sonntag, am 11. und am 18.Oktober von 9.00 bis ca. 11.30 Uhr

 

TN-Zahl:                    begrenzt auf jeweils 16 Personen, es zählt die Reihenfolge der Anmeldung

 

Anmeldung:             bis zum 9.10. bei Claus Hainbuch, per Mail unter c.hai@t-online.de oder                          telefonisch unter 0151 2885 6825.

 

Treffpunkt:               Wanderparkplatz „Beutelsbach/Zolterbach“ zwischen Schnait und Baach

 

TN-Gebühr:              Für NABU-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei, Nichtmitglieder bitten wir                                              um einen Obolus von 10 Euro pro Person.

 

Corona-Regeln:        Bitte Alltagsmaske mitbringen und nehmen Sie nur dann teil, wenn Sie gesund   sind und keinen Kontakt zu einem Corona-Erkrankten in den letzten 2 Wochen hatten.

 

 

 

 


Aktuell: Hochallergene Ambrosien auf dem Vormarsch

Das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), ist ein Neophyt, der in Nordamerika weit verbreitet ist und von dort unbeabsichtigt nach Europa gebracht wurde. Als Ruderalpflanze wächst es besonders auf gestörten Böden, so beispielsweise an Straßenrändern, in Kiesgruben, an Bahndämmen, auf Baustellen und Schutthalden. Inzwischen ist es aber in einigen Gärten auch hier im Remstal zu finden. 

Die Ambrosie ist eine einjährige, im Frühjahr keimende, aromatisch duftende Pflanze, die sich durch Windbestäubung vermehrt.

Um das Jahr 2000 kam es zu einer genetischen Mutation, nach der die Samen auch Frost vertrugen. Danach konnten die Samen auch in Mitteleuropa die Fruchtreife erlangen und sich auch hier stark verbreiten.

Für Allergiker stellt das vermehrte Auftreten von Ambrosia zwei zusätzliche Probleme dar. Zum einen gehören die Pollen zu den stärksten Verursachern von Allergien und zum anderen verlängert sich die Pollensaison für Allergiker um bis zu zwei Monate, da die Hauptflugzeit der Pollen im August und September stattfindet. Die Blüten produzieren dabei bis zu einer Milliarde Pollen pro Pflanze.

 

Die Ambrosie kann leicht mit dem Gemeinen oder Gewöhnlichen Beifuss (Artemisia vulgaris) verwechselt werden. Im Unterschied zum Gemeinen Beifuß ist die Blattunterseite der doppelt bis dreifach gefiederten und lang gestielten Blätter der Ambrosie grün (beim Beifuß grauweiß-filzig behaart) und die Pflanze ist einjährig (Beifuß bildet als ausdauernde Pflanze ein dichtes Wurzelwerk aus). Außerdem sind die reich verzweigten Stängel der Ambrosie leicht behaart und die Blütenstände gedrungener.

In Deutschland besteht zurzeit noch keine generelle Meldepflicht. Das Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg bittet jedoch um Meldung größerer Bestände, um die Pflanze erfolgreich eindämmen zu können.

Bekämpfung

Bei der Bekämpfung ist die gesamte Pflanze einschließlich der Wurzeln möglichst vor der Blüte (Ende Juli bis Ende September) auszureißen. Mit den ersten reifen Samen ist Ende August zu rechnen. Gemähte oder abgehackte Pflanzen treiben wieder aus und bilden innerhalb von zwei Monaten erneut reife Samen. Die Samen sind sehr widerstandsfähig und können bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben. Da es sich bei den Allergenen von Ambrosia um sogenannte Kontaktallergene handelt, sollte die Pflanze nur mit Handschuhen berührt werden. Vor allem während der Blütezeit ist Atemschutz sehr empfehlenswert. 

Die Entsorgung sollte in einer Plastiktüte mit dem Restmüll erfolgen. Eine Beseitigung über den Biomüll oder als Grüngut ist nicht ausreichend, da hier noch Samen ausreifen können. Allergiker sollten diese Pflanze grundsätzlich meiden. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten insbesondere im Sommer die Bereiche um Vogelfutterplätze im Garten kontrolliert werden.

Vorkommen auf öffentlichem Grund sollte man den für die Grünflächen zuständigen kommunalen Ämtern oder dem NABU melden. In Weinstadt ist dies z. B. die Stadtgärtnerei. Da die Samen mehrere Jahre überdauern können, sollte man Stellen mit früheren Vorkommen auch über mehrere Jahre kontrollieren.

 

Seit Januar 2012 ist der Handel und die Einfuhr ambrosiahaltiger Futtermittel durch EU-Verordnung zwar verboten, aber da die Samen mehrere Jahre keimfähig sind und vor allem billiges Vogelfutter aus Osteuropa immer noch geringe Mengen von Ambrosiasamen enthalten kann, lohnt sich die Überprüfung der Futterstellen.

 

Dem Vogelfreund empfiehlt der NABU für die nächste Winterfütterungssaison, nur hochwertiges und speziell gereinigtes Vogelfutter aus dem Fachhandel zu kaufen. Denn besonders billige Futtermittel enthielten noch kleine Mengen an Ambrosiasamen. Wer ganz sicher gehen will, kann sich das nächste Winterfutter aber auch selbst mischen.

 

 

Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern haben jedoch gezeigt, dass es sehr schwierig ist, eine Verbreitung ganz zu verhindern.


NABU-Grill-Hocketse

Seit Beginn des Corona-Lockdowns musste der NABU Weinstadt leider alle Veranstaltungen absagen. 

Sollte es die Situation zulassen, dann werden wir nach den Sommerferien vorsichtig die Termine unseres Jahrprogramms wieder aufnehmen.

Wir werden Euch dann wie gewohnt rechtzeitig an dieser Stelle informieren. Mit unserem Grillfestle wollen wir schon jetzt starten!

 

NABU Grill - Hocketse

 

Am Freitag, den 21. August ab 16:00 Uhr findet im Schachen bei Strümpfelbach unser Grillfest statt. 

Bitte bringt Euer Grillgut (Fleisch, Würste, etc.) selbst mit.

Für alkoholfreie Getränke und für den Grill ist wieder gesorgt.

 

Anmeldung

Damit wir planen können, meldet Euch bitte bis Mittwoch 19. August bei Hermann Spiess per Telefon (61585) oder per Mail an.

Unsere Mailadresse: info@nabu-weinstadt.de

 

Sitzgelegenheiten, Hygienekonzept: 

Wir sorgen für Desinfektionsspray und werden auch die Möglichkeit anbieten, die Hände mit Seife zu waschen. Ferner bitten wir Euch, Eure Mund-und-Nasen-Masken nicht zu vergessen.

Wir sorgen für Biertisch-Garnituren und ein paar Einzelsitz-Gelegenheiten. Damit wir auch auf der Wiese ausreichend Abstand halten können, bitten wir Euch, nach Möglichkeit auch eigene Sitzmöbel mitzubringen.

 

 

Wir freuen uns jetzt schon, Euch nach so langer Zeit hoffentlich gesund und munter wiederzusehen. Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen.


„Renovierung“ unseres Steinhaufens für Zauneidechsen

Im Rahmen der Remstal-Gartenschau hatte der NABU Weinstadt im Winter 2018/19 mit einigen Helfern ein Steinhaufen-Refugium für Reptilien auf der Hochzeitswiese an der Rems in Großheppach angelegt (auf der Wiese oberhalb des Wildbienenhauses).

Wie erwartet, wurde das Refugium sehr schnell von den Zauneidechsen, die entsprechend des Bundes-Naturschutzgesetzes als streng geschützte Art definiert sind, angenommen. Der Drahtkäfig war notwendig, um die Eidechsen vor streunenden Katzen zu schützen. Der für die Eiablage der Eidechsen so notwendige Sand war innerhalb eines Jahres schon stark mit Gras zugewachsen und der Drahtkäfig der ersten Bauweise erwies sich in der Praxis als nicht gerade pflegeleicht.

Wir waren uns alle einig … „so kann des ned bleiba!“

Am ersten Samstag im Juli um 9:30 Uhr trafen sich Claus, Günther, Martin und Jürgen am oberen Ende der Hochzeitswiese. Der Steinhaufen für die Eidechsen sollte so umgestaltet werden, dass er nicht mehr zuwächst. Die Renovierung musste zügig erfolgen, damit die Eidechsen den neuen Sand noch für ihre diesjährige Eiablage, die noch bis Anfang August erfolgt, nutzen können.

Nach modernster agiler Projekt-Management-Methode wurden die Aufgaben verteilt: „I glaub, mir machet des jetzt so … ond des isch in zwoi Stond gmacht“.

Claus zeigte, was er beim Sensen-Kurs gelernt hat, Martin präparierte die Zugangsstaffel. Der Rest schleppte Werkzeug, Platten, Polygonsteine, Split und Sand zur „Großbaustelle“. Der alte Käfig wurde abgebaut, der Steinhaufen vom Grünzeug befreit, Erde ausgehoben, Split und Sand rein, Platten drauf und neue Vierkantpfosten (gestiftet von Martin) an jedem Eck versenkt, …

Die Eidechsen schauten ganz gespannt auf das Geschehen und hofften wohl, dass es zu keiner Mieterhöhung kommt. Um 13:30 waren die „Zwei Stunden“ rum und alle schauten unverletzt, durstig und zufrieden auf die runderneuerte 5-Sterne-Behausung. Wo die Weinstädter NABU Jungs hinlangen, wächst halt kein Gras mehr. Also …  Auftrag ausgeführt!

Ein paar Tage später wurde noch ein neuer und jetzt demontierbarer Drahtkäfig angebracht. Während der Renovierung waren die Zauneidechsen in die nahegelegenen Altholzstoß umgezogen, inzwischen wurde der Steinhaufen auch schon wieder bezogen. Und wenn jetzt noch der Regen kommt, dann wächst auch das Gras wieder, ohne die im Sand vergrabenen Eier der Zauneidechsen zu beschatten.

                                               vorher                                                                                                          nachher


Gärten des Grauens - Schottergärten

Warum Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden

Sauberkeit, Ordnung und der Krieg gegen das Unkraut gelten nach wie vor als Kardinaltugenden des Privatgärtners: „Die Natur bleibt ein nicht hinzunehmender Störenfried auf der heimischen Scholle“. Und das selbst in Zeiten von Flächenversiegelung und monströser Artenvernichtung.

 

Daher stellt sich mancher Gartenbesitzer die Frage: Schottergarten – warum nicht?

Diese Frage von Gartenbesitzern und Bauwilligen beantworten der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und NABU mit dem neuen, kompakten Info-Flyer „Versteinerte Gärten: Wie Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden“. Das Faltblatt ist ab sofort beim LNV zu beziehen sowie online als PDF abrufbar unter www.lnv-bw.de/schottergaerten

Wir wollen die Menschen davon überzeugen, lebendige Gärten anzulegen. Gärten, die Schmetterlingen, Vögeln und Hummeln Lebensraum bieten, die saubere Luft produzieren und zur Abkühlung unserer Siedlungen beitragen, statt sie immer wärmer zu machen. Ein steriler Schottergarten ist das genaue Gegenteil all dessen.

 

Schottergärten - nicht zu verwechseln mit Steingärten! - zeichnen sich dadurch aus, dass für die Flächen der Boden ausgehoben werden muss, mit oftmals wasserundurchlässigen Folien oder Vlies ausgelegt und mit Steinen aufgefüllt werden und nur wenige, meist exotische Pflanzen wie Thuja, Pampasgras oder Kirschlorbeer darin zu finden sind. Anders als echte Steingärten, welche natürliche Felslebensräume nachbilden, eine Verbindung zum Mutterboden haben und Lebensraum für Wildpflanzen, Eidechsen, Insekten und Spinnen bieten können, sind Schottergärten meist ein ökologischer „Totalausfall“.

Die Mär vom pflegeleichten Schottergarten

LNV und NABU betonen, dass moderne Schottergärten keineswegs pflegeleicht sind – auch wenn das immer wieder behauptet wird. Denn zwischen den Steinen sammeln sich mit der Zeit vom Wind oder von Vögeln herangetragene Samen von Wildkräutern und Gräser an, denen das bisschen Erde und Staub als Grundlage reicht, was sich zwischen dem Schotter unweigerlich ansammelt. Wird ein Schottergarten nicht aufwändig sauber gehalten, erobert ihn die Natur Stück für Stück zurück.

Wir appellieren an die Menschen, ihre Gärten stattdessen naturnah zu gestalten. Im Faltblatt gibt es dazu einen kurzen Überblick über die zentralen Punkte – etwa die Wahl heimischer Pflanzen, die Anlage von Blumenwiesen und die Schaffung von Nistplätzen und Wasserstellen.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die Auswirkungen der Schottergärten auf das Klima. Steine heizen sich im Sommer unter Sonnenstrahlen sehr stark auf und geben diese Wärme über Nacht dann wieder an die Umwelt ab. Grünflächen sorgen dagegen durch Beschattung und Verdunstung dafür, dass die Temperaturen dort nicht so stark ansteigen und auch schneller wieder abkühlen.

 

Ferner fehlt den Schottergärten die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und ggf. wieder dem Grundwasser zuzuführen, was bei Starkregen durchaus hilfreich sein kann. Regenwasser fließt daher ungenutzt in die Kanalisation.

Landesbauordnung schreibt „Grünflächen“ vor

Wer seinen Garten naturnah gestaltet, ist auch rechtlich auf der sicheren Seite. Die Landesbauordnung schreibt aus gutem Grund ‚Grünflächen‘ zwischen den Häusern vor, keine ‚Grauflächen‘. Angesichts des Klimawandels, des Insektensterbens und des allgemeinen Artenrückgangs sollten wir alle der Natur zumindest in unseren Gärten einen Rückzugsraum zugestehen.

 

Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte, dem sei der Bildband von Ulf Soltau - Gärten des Grauens - empfohlen, der besonders „schöne“ Schottergärten fotografiert und mit den entsprechenden Bildunterschriften versehen hat.


Rettung einer jungen Waldohreule in Beutelsbach

Aller Anfang ist schwer. Auch das Fliegen will für jeden Vogel, jede Eule gelernt sein.  Daher landet so mancher erste Flugversuch der kleinen Fluganfänger entweder, wenn es gut geht, auf einem niedrigeren Ast, oftmals aber auch auf dem Boden, wo dann unter Umständen Fressfeinde leichtes Spiel haben oder wenn es ganz schlecht läuft, wie im vorliegenden Fall, mitten auf der Straße.

 

 

 

Hier hatte die kleine Waldohreule jedoch großes Glück, dass Johanna und ihr Bruder genau zu diesem Zeitpunkt vorbeikamen und nicht achtlos vorübergingen. Johanna stellte sich mit ihrem Fahrrad sofort auf die Straße vor den kleinen Vogel und verhinderte somit, dass der kleine Wicht überfahren wurde. Ihr Bruder lief zwischenzeitlich nach Hause und holte die Mutter zur Hilfe. Gemeinsam verfrachteten sie das Eulenkind auf den Gehweg und dann in einen Vorgarten und warteten auf das von einer Nachbarin informierte NABU-Mitglied Martin Käshammer, der den kleinen Bruchpiloten dann in den nächsten Baum setzte. Der Altvogel wurde in einer Tanne gesichtet.

 

 

 

Der NABU bedankte sich bei Johanna mit einem Dankesschreiben und einer individuellen Urkunde.

 

 

 

Auch wenn es zur natürlichen Auslese gehört, dass nicht jeder Jungvogel groß wird, ist es doch schön zu sehen, dass sich Mitmenschen um in Not geratene Tiere kümmern und nicht achtlos vorbeigehen. Ohne den selbstlosen Einsatz von Johanna schmälern zu wollen, muss jedoch darauf hingewiesen werden, bei solchen Rettungsaktionen vor allem auf den Selbstschutz zu achten. Auf einer vielbefahrenen Straße wäre der Einsatz für Mensch und Tier wohl nicht so erfolgreich abgelaufen.

 



Zählen, was zählt 

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU vom 29. Mai bis zum 7.Juni sowie vom 31. Juli bis zum 09. August innerhalb seines Citizen Science-Projektes „Insektensommer“ erneut eine große Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind bundesweit aufgerufen die Summer, Brummer und Krabbler in ihrer Umgebung zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden. Oder über die kostenlose NABU-App „Insektenwelt“ für IOS und Android. Sie enthält über 120 in Deutschland

häufige vorkommende Arten.

 

Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt! In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

 

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling – jeder Sechsbeiner soll gemeldet werden. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei aber besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), zwei Fliegen (Hainschwebfliege, Florfliege), zwei Libellen (die Blutzikade, die Blaugrüne Mosaikjungfer) sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

 

Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden von uns schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe.

 

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.

 

 

Mehr Infos: www.insektensommer.de oder unter www.NABU.de/insektenwelt


Kohlmeise die trinkt
Kohlmeise die trinkt

Auch Vögel brauchen Wasser

Eigentlich ist dies ein Thema für den Hochsommer. Doch bereits jetzt im Frühjahr herrscht schon wieder eine bedenkliche Trockenheit, die nicht nur die Landwirte, sondern auch unsere gefiederten Freunde extrem belastet.

Der NABU Weinstadt bittet daher schon heute unsere Vogelfreunde, bei länger andauerndem trockenem Wetter Vogeltränken aufzustellen.

Während der sehr trockenen Tage leiden unsere Vögel oft unter dem Wassermangel. Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind dann ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht oft nur noch wenig Wasser. Es ist daher sehr wichtig, den Tieren saubere Vogeltränken anzubieten, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Dabei ist es den Vögeln völlig egal, ob es sich um stylische Vogeltränken handelt oder einfach nur um einen Blumentopfuntersetzer.

Dabei sind jedoch ein paar Tipps zu beachten, damit sich die gute Tat nicht ins Gegenteil verkehrt:

Zunächst muss darauf geachtet werden, dass das Wasser sauber bleibt. Allzu schnell können sich sonst Salmonellen, Trichomonaden & Co. vermehren. Daher sollte das Wasser täglich gewechselt und das Gefäß ausgespült und saubergewischt werden.

Da in trockenen Zeiten die Vogeltränken auch gerne von Insekten, vor allem Bienen genutzt werden, ist es zum Schutz dieser Tiere ratsam, in die Gefäße Steine oder Zweigchen zu legen, damit die kleinen Flieger nach einem unfreiwilligen Bad daran wieder ins Trockene krabbeln können und nicht ertrinken müssen.

Bei der Standortwahl der Vogeltränke sollte auf einen einigermaßen katzensicheren Standort geachtet werden.


Buchfink
Buchfink

Alle Vögel sind schon da – wirklich und wenn ja wie viele?

 

Zur 16. „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai, ruft der NABU bundesweit wieder dazu auf, eine Stunde lang Amsel, Drossel, Fink und Star, und die ganze Vogelschar zu beobachten, zu zählen und zu melden. Da aktuell Corona-bedingt keine Vogelexkursionen angeboten werden können, bleiben wir alle zuhause und beobachten unsere gefiederten Freunde von Fenster und Balkon aus, auf der Terrasse oder im Garten.

Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, auch zum aktuellen Meisensterben, von dem vor allem Blaumeisen betroffen sind. Der Erreger, ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, wurde jetzt identifiziert. Dieses Bakterium löst eine für die kleinen Vögel tödliche Lungenentzündung aus, der bis jetzt deutschlandweit knapp 30.000 Vögel zum Opfer gefallen sind.

Vergangenes Jahr nahmen mehr als 76.000 Vogelfreundinnen und -freunde an der Stunde der Gartenvögel teil, davon 8.000 aus dem Südwesten. Damit das Zählen wieder problemlos gelingt, bietet der NABU Unterstützung an, in Form der NABU-App Vogelwelt sowie mit Artenporträts der Gartenvögel und ihre Gesänge zum Nachhören. Reimsprüche helfen dabei, die gefiederten Sänger zu erkennen, auf Facebook hat der NABU Baden-Württemberg dazu Mini-Videos eingestellt.

„Stunde der Gartenvögel“ – so geht‘s
Mitmachen geht ganz einfach: Ruhiges Vogelaussichtsplätzchen suchen, Stift oder Handy zücken und von jeder Vogelart die höchste Anzahl notieren, die im Laufe einer Stunde entdeckt wird oder vorbeifliegt. Gemeldet werden kann online auf der Aktionsseite des NABU-Bundesverbands, per Post oder telefonisch unter 0800-1157115 am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr sowie per App, erhältlich auf der Webseite des NABU-Bundesverbands. Meldeschluss ist der 18. Mai.


Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz

Die Vogelstimmenwanderung, die nicht stattfand

 

Die Vogelstimmenwanderungen gehören zu den schönsten Ausflügen des NABU. Sie fanden bisher jedes Jahr im April und Mai statt. In diesem Jahr sind sie, wie so vieles, der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Es das erste Mal, dass wir nicht gemeinsam losziehen und dem Zwitschern und Tirilieren lauschen können!

Da aber dieses Naturerlebnis so beeindruckend ist, empfehlen wir, diese Wanderung eben alleine oder zu zweit zu machen. Gerade jetzt sind die Streuobstwiesen mit ihrer Blütenpracht ein Erlebnis für Auge und Ohr.

Da die Vögel fast nur zur Brutzeit singen, hört man im Frühling und im Frühsommer bis ca. Juli das größte Vogelorchester, wobei oftmals nur die Männchen singen, um ihr Revier abzustecken und Weibchen anzulocken.

Fast alle Vogelarten singen früh am Morgen am intensivsten, wobei jede Vogelart einen anderen Zeitpunkt für den Beginn ihrer Gesangsstunde hat, der durch die zunehmende Tageshelligkeit vorgegeben wird. Daher beginnt das morgendliche Konzert immer in der gleichen Reihenfolge, was der Vogelinteressierte beim Erkennen und Lernen der Vogelstimmen ausnutzen kann. Wer erst später in das Konzert hineinhört, ist vermutlich erst einmal von der Chorstärke überwältigt.

Wer also schon morgens früh unterwegs ist, wenn draußen noch alles still ist, hat große Chancen die verschiedensten Vogelstimmen erkennen zu können. Stellt daher Eure Wecker nach den Piepmätzen! Hierzu gibt es die sogenannte Vogeluhr, die aufzeigt, welcher Vogel wann vor Sonnenaufgang zu singen beginnt. Dabei ist die Nachtigall mit bis zu 90 Minuten vor Sonnenaufgang die absolute Frühaufsteherin, während der Grünfink erst ca. 10 Minuten vor Sonnenaufgang in den Chor einstimmt.

Jede Vogelart hat ihre eigenen Gesangsstrophen. Leicht zu erkennen sind die Meisen und der Buchfink mit ihrem flötenden Gesang. Sehr laut und melodisch singt die Mönchsgrasmücke, die seit 3 Wochen aus Afrika zurück ist. Auch der Zilp Zalp mit seinem einfältigen Gesang (zipp zapp – er ruft also seinen Namen) ist seit 4 Wochen wieder bei uns. Wenn man Glück hat, kann man auf dem höchsten Ast eines Baumes den Gartenrotschwanz mit seiner leuchtend orangen Brust erkennen; sein Gesang klingt so, als ob er heiser wäre.

Sind die Schwalben und Mauersegler schon aus dem Süden zurück?  Oder kann man den Wendehals hören mit seinem lauten Pfeifen? Durch sein geflecktes Federkleid ist er bestens getarnt; auch er ist ein Zugvogel und darüber hinaus mit unseren Spechten verwandt.

Mit etwas Übung kann man bei einem Spaziergang ca. 20 -30 Vogelarten unterscheiden.

 

Wir wünschen Euch dabei viel Spaß und einen erlebnisreichen Vogelstimmen-Spaziergang.


Fotos: NABU-Weinstadt, Claus Hainbuch
Die männlichen Mauerbienen sind bereits geschlüpft und warten zur Begattung auf die Weibchen, die in den nächsten Tagen schlüpfen werden.

Artenschutz für Wildbienen:

 

NABU Weinstadt errichtet eine Nisthilfe auf dem Klingenkopf
Überall in der erwachenden Natur summt und brummt es schon. Trotz des momentan herrschenden kalten Wetters sind die ersten Wildbienen bereits seit 2 Wochen unterwegs und suchen für ihren Nachwuchs Nistmöglichkeiten. Sehr eindrucksvoll kann das derzeit an der Wildbienenwand, die vom NABU Weinstadt im Rahmen der Remstalgartenschau erstellt wurde, am Radweg zwischen Wohngebiet „Trappeler“ in Endersbach und Großheppach bei der Fischerhütte beobachtet werden.

Fotos: NABU-Weinstadt, Claus Hainbuch
Nach der Arbeit haben sich die Wildbienen-Paten auch ein Vesper verdient. Von links nach rechts: Günter Schaub, Werner Kurz (vom BUND), Martin Käshammer, Jürgen Frank und Claus Hainbuch (nicht im Bild). Fotos: NABU-Weinstadt, Claus Hainbuch

Das Artensterben ist neben der Klimaentwicklung eines der wesentlichen Naturschutz- und Umweltthemen unserer Generation, das haben wir im Jahr 2019 mit dem UN-Bericht zur Biodiversität sehr eindringlich erfahren müssen.  Eine Forschungsarbeit des Vereins für Insektenkunde in Krefeld weist u.a. nach, dass sich in den letzten 27 Jahren die Biomasse (Insekten am Boden und in der Luft) um nahezu 80%, selbst in Naturschutzgebieten, reduziert hat.

Auch unsere heimischen Wildbienen sind vom Artensterben extrem betroffen.  Da in Baden-Württemberg von den noch vorkommenden 460 Wildbienenarten mehr als die Hälfte vom Aussterben bedroht sind, widmet sich der NABU Weinstadt im Jahr 2020 auch dem Schwerpunkt „Insektensterben“. Zur Rettung der Insekten und gerade auch zur Rettung unserer so wichtigen Wildbienen, die für die Bestäubung unserer Obstbäume und Beeren unerlässlich sind, hat der NABU Weinstadt im Naturdenkmal Klingenkopf - oberhalb von Strümpfelbach in den Weinbergen Richtung Karlstein gelegen - für unsere heimischen Wildbienen eine Nisthilfe erstellt.

 

Die Stadt Weinstadt hatte im Rahmen ihres „Streuobstbudgets“ den NABU bei der Beschaffung der Materialien für die Wildbienenwand tatkräftig unterstützt! Im Winter hatte Claus Hainbuch vom NABU bereits einen Bausatz vorbereitet, der dann in kürzester Zeit Anfang März vor Ort aufgestellt werden konnte. 

Fotos: NABU-Weinstadt, Claus Hainbuch
Bestückte Wildbienen-Nisthilfe; Fotos: NABU-Weinstadt, Claus Hainbuch

Die Wildbienenwand wurde mit einfachen Hilfsmitteln, wie z. B. waagrecht und vor Regen geschützt angebrachten Bambus- und Schilfröhrchen, in Faserrichtung gebohrten Hartholzstücken und weißfaulem Obstbaumholz bestückt. Speziell an dem trockenwarmen Standort des Klingenkopfes war es für die Wildbienen wichtig, das Regenwasser des Daches zu sammeln und den Bienen als Trinkquelle zur Verfügung zur Verfügung zu stellen. Offene und sandige Erdbereiche, die für die Wildbienen als Baumaterial für das Verschließen der einzelnen Eiablage-Zellen wichtig sind, sind am Klingenkopf bereits verfügbar. Nicht weniger wichtig sind zum Sammeln der Pollen und des Nektars viele heimische Blühpflanzen als  Futterquelle für die Wildbienen über das ganze Jahr: Frühblüher, wie z. B die Weide, Mittelblüher wie Wiesensalbei, Alant und Grannen-Klappertopf sowie spätblühende Wildpflanzen wie Dost und Hirschwurz sind in dem Naturdenkmal erfreulicherweise in ausreichendem Maße vorhanden.

 

Damit Specht und Mäuse nicht an die mit Nistzellen bestückten Röhrchen herankommen, wurde die Nisthilfe insgesamt mit einem Drahtgeflecht geschützt.

Bezugsfertige Wildbienen-Nisthilfe Fotos: NABU-Weinstadt Claus Hainbuch
Bezugsfertige Wildbienen-Nisthilfe Fotos: NABU-Weinstadt Claus Hainbuch

Die ersten Wildbienen haben wir schon auf ihrer Suche nach Nistplätzen gesichtet. Da ihre natürlichen Nistmöglichkeiten immer seltener werden, sind die Erbauer des NABU Weinstadt sicher, dass ihre künstliche Nisthilfe von den Wildbienen schon in diesem Jahr zahlreich angenommen werden. Wir sind gespannt, welche Bienenarten wir neben den Mauerbienen, Blattschneiderbienen oder Scherenbienen noch sichten werden.

Auf der Rückseite der Wildbienenwand haben wir eine Informationstafel angebracht, die vom Weg aus, der ins Naturdenkmal führt, gelesen werden kann. Der NABU Weinstadt bittet alle Besucher, die Wiese mit den seltenen Wildblumenarten zu beschützen und daher nicht zu betreten.

Wir alle können unseren so wichtigen Wildbienen helfen: wer einen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon hat, der kann bereits durch das Pflanzen von heimischen Wildblumen und Blühpflanzen helfen.


Corona und kein Ende

 

Nachdem nun seitens der Regierung sämtliche öffentlichen Veranstaltungen untersagt sind, sehen wir uns leider gezwungen - auch in Abstimmung mit dem NABU Waiblingen – sämtliche in unserem Jahresprogramm bis zum 31.5.2020 stattfindenden Veranstaltungen und damit auch unseren Jahresausflug ins Donaumoos abzusagen.

Inwieweit zu einem späteren Zeitpunkt für die eine oder andere Veranstaltung ein Ersatztermin gefunden werden kann bzw. noch sinnvoll ist, müssen wir kurzfristig entscheiden, zumal auch noch nicht absehbar ist, ob sich die Corona-Lage Ende Mai soweit entspannt hat, dass öffentliche Veranstaltungen wieder erlaubt sind. Unter Umständen müssen auch noch weitere für die Zeit ab Juni geplanten Veranstaltungen und Ausflüge abgesagt werden.

Da auch die Gaststätten geschlossen haben, entfällt bis auf weiteres auch unser monatlicher Stammtisch. 

 

Wir hoffen, dass Ihr alle gesund durch diese sehr extreme Zeit kommen werdet. Aber es ist wichtig, dass jeder Einzelne sich an die Vorgaben hält, um die Ansteckungskurve möglichst flach zu halten und den Ärzten die Chance zu geben, jedem, der ärztliche Hilfe braucht, diese auch geben zu können.

 

Nichtsdestotrotz steht der Frühling in den Startlöchern. Solange wir noch spazieren gehen dürfen, sollten wir die Zeit und das schöne Wetter nutzen, um das Aufblühen der Natur zu beobachten und zu bewundern.

 

 

Danke für Euer Verständnis und bleibt gesund!!

 


Erfolgreiche Mühlbach-Putzete

 

Nachdem seitens der Stadt die Kreisputzete wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus kurzfristig abgesagt wurde, haben sich der NABU Weinstadt und der OBV Endersbach entschlossen, die Reinigung des Mühlkanals auf eigene Verantwortung trotzdem durchzuführen. Beide Vereine hatten im Vorfeld ihre Mitglieder über die Absage informiert und es jedem freigestellt, ob er mitmachen möchte oder nicht.

 

Überraschend zahlreich erschienen dann am Samstagmorgen die Helfer mit ihrer Ausrüstung am vereinbarten Treffpunkt und konnten bei schönem Wetter gleich tatkräftig loslegen. Ziel der Aktion ist, den Mühlkanal in aufwändiger und kräftezehrender Arbeit von Schlamm, Astbruch und Unrat zu befreien, wuchernde Brombeeren zurückzuschneiden und sonstige Verwachsungen zu beseitigen, damit der Mühlbach, auch zur Freude der zahlreichen Spaziergänger wieder frei fließen kann.

 

Unsere drei Helfer von der NABU-Jugend hatten sich schon auf die mühsame Arbeit des Schlammschaufelns gefreut. Sie waren für die Arbeit im Bach bestens ausgerüstet und machten sich sofort an ihre Arbeit. Ihr unermüdlicher Einsatz wurde durch die vielen abgefallenen Äste, die sich im Bach gesammelt hatten, erschwert. Dies tat ihrer guten Laune aber keinen Abbruch.

Zum Abschluss haben sich alle bei einem Brezelvesper gestärkt, um nach getaner Arbeit die Kraftreserven wieder aufzutanken.

 

 

Allen Helfern und Helferinnen und den Brezelspendern ein ganz herzliches Dankeschön!!


Fotos: NABU-Weinstadt Claus Hainbuch
Fotos: NABU-Weinstadt Claus Hainbuch

Dreiste Diebe am Werk

 

Im Rahmen der Remstal-Gartenschau hat der NABU Weinstadt mit Unterstützung der Stadt Weinstadt entlang des Fußweges vom Steinbruch in Endersbach nach Großheppach eine Info-Tafel aufgestellt, an der die verschiedensten Ausführungen von Nistkästen für Vögel und Fledermäuse aufgehängt wurden. Hier konnten sich bisher interessierte Bürger und Bürgerinnen informieren, welcher Nistkasten für welchen Vogel geeignet ist.

 

Leider müssen wir hier nun in der Vergangenheitsform sprechen, denn dreiste Diebe haben bis auf einen Kasten sämtliche Ausstellungsstücke abgehängt und gestohlen. Bei diesen Ausstellungsstücken handelte es sich um Leihgaben der Firma Schwegler aus Schorndorf, die bereits über den Diebstahl informiert wurde.

 

Inwieweit uns nochmals Nistkästen zur Verfügung gestellt werden, wissen wir noch nicht und wir können derzeit nur hoffen, dass die Nistkästen wenigstens „zweckgerecht“ verwendet werden, so dass zumindest die Vögel keinen direkten Schaden erlitten haben.

 

Wir gehen davon aus, dass diese „Naturfreunde“ nicht aus Liebe zu den Vögeln gehandelt haben, sondern aus reiner Profitgier. Das ist nicht das, was wir unter aktivem Natur- und Tierschutz verstehen und verurteilen daher diesen Diebstahl aufs Schärfste.

 

Leider können wir nicht sagen, wann die Nistkästen gestohlen wurden. Sollte aber jemand verdächtige Beobachtungen gemacht haben, wäre es schön, wenn er uns informieren würde, damit wir diese Angaben an die Firma Schwegler weiterleiten können.

 

Vielen Dank!

 

 

www.nabu-weinstadt.de


Einigung am Runden Tisch zum Thema Artenschutz erzielt – Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wird nicht weiter beworben

Beim Weinstädter Streuobsttag im Oktober 2019 hatten die BUND- und NABU-Ortsgruppen als Befürworter des Volksbegehrens zum Artenschutz einen Informationsstand aufgebaut und gemeinsam zum Status des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ informiert und viele interessante Gespräche mit Befürwortern und Gegnern des Volksbegehrens geführt. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits als Alternative zum Volksbegehren ein Eckpunktepapier der Landesregierung zum Artenschutz auf dem Tisch und das aktive Sammeln von Unterschriften wurde ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt. Kurz vor Weihnachten wurde dann am „Runden Tisch“, bestehend aus Vertretern der grün-schwarzen Landesregierung, den Initiatoren und Unterstützern des Volksbegehrens sowie den Bauernverbänden, auf Basis dieses Eckpunktepapiers ein für alle Seiten tragfähiger Kompromiss zu mehr Artenschutz in der Landwirtschaft gefunden.

Auslöser der Einberufung des Runden Tisches war das Ende September vergangenen Jahres gestartete Volksbegehren. Es hatte das Ansinnen, das Schutzziel „Erhaltung der Artenvielfalt in der landwirtschaftlichen Produktion“ gesetzlich zu verankern. Diese Initiative erfolgte vor dem Hintergrund beinahe täglich neuer erschreckender Meldungen zum Insekten- und Vogelsterben, das in den letzten beiden Jahrzehnten immer größere Ausmaße angenommen hat. Aktuelle Veröffentlichungen von Wissenschaftlern und verschiedenen Verbänden verdeutlichen die Dringlichkeit des Handelns. Die Kompromisslösung hat nun zur Folge, dass das Volksbegehren zwar formell noch bis zum 23. März 2020 weiterläuft, die Initiatoren und Unterstützer aber dazu aufrufen, die Unterschriftenaktion nicht mehr aktiv zu bewerben. Die wichtigsten Eckpunkte, die beschlossen wurden und nun nach Ausarbeitung und Verabschiedung im Landtag Eingang in die entsprechenden Gesetze finden sollen, lauten:

-          40 bis 50 Prozent weniger chemisch-synthetische Pestizide bis 2030

-          Ausbau der Öko-Landwirtschaft auf 30 bis 40 % der Flächen bis 2030

-          Verbot aller Pestizide in Naturschutzgebieten sowie Verpflichtung zum Integrierten Pflanzenschutz in allen anderen Schutzgebieten

-          Schutz der Streuobstwiesenbestände

-          Ausbau des Biotopverbundes auf 15 % der Landesfläche

-          Verbot von Pestiziden und der Neuanlage von Schottergärten in Privatgärten.

Einige der Beschlüsse sind Teil der Forderungen des Volksbegehrens, andere gehen sogar darüber hinaus, da sie aus rechtlichen Gründen damals nicht ins Volksbegehren mit aufgenommen werden konnten. Die Landesregierung hat bereits verbindlich zugesagt, für deren Umsetzung in den nächsten beiden Jahren mindestens 62 Mio. Euro zusätzlich bereitzustellen.

Es war bemerkenswert und ermutigend zu sehen, was erreicht werden kann, wenn sich die Verantwortlichen aller Interessengruppen an einen Tisch setzen, die Probleme ernst nehmen und zu Kompromissen bereit sind, anstatt sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben und dadurch notwendige Prozesse lähmen oder gar verhindern. Nun ist es an uns Verbrauchern, die heimischen Landwirte*innen zu unterstützen, indem wir ihre hier vor Ort unter strengeren Umweltauflagen produzierten Produkte kaufen, ob im Supermarkt, im Bioladen, auf Wochenmärkten oder in Hofläden. Wir dürfen unsere Landwirte jetzt nicht im Stich lassen und der Verlockung des vermeintlich billigen Preises verfallen für Produkte, die entweder von weither transportiert und/oder unter sehr niedrigen Umweltstandards erzeugt wurden. Denn deren Produktion ist nur deshalb so billig, weil sie durch Raubbau an der Natur und verbunden mit viel Leid für die Tiere hergestellt werden. Anders ist es schlichtweg nicht möglich, Fleisch, Obst und Gemüse zu solch niedrigen Preisen zu produzieren. Den Preis für die damit angerichteten Schäden zahlt übrigens jeder Verbraucher indirekt mit seinem Steuergeld (und wird es in Zukunft noch deutlich mehr tun müssen), ohne sich dessen bewusst zu sein, durch die Folgekosten zur Behebung von Schäden für Umwelt und Gesundheit (u.a. für verschmutztes Wasser, erodierte Böden und Hormon- und Pestizidrückstände in Lebensmitteln). Trotz des hohen Lebensstandards hierzulande gibt kaum ein anderes EU-Mitglied prozentual weniger Geld für Lebensmittel aus als Deutschland.

Europäische Bürgerinitiative zum Schutz der Bienen und Kleinbauern

Aktuell läuft ein Unterschriftenaufruf der europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ mit dem Ziel, die EU zu verpflichten, ihre verfehlte Agrarpolitik zu korrigieren, die vielen Kleinbauern ihre Existenz, der bäuerlich geprägten Landschaft ihren ästhetischen Reiz und vielen Tier- und Pflanzenarten das Leben gekostet hat und immer noch kostet. Kommen mindestens 1 Mio. Unterschriften zusammen, muss sich die Europäische Kommission mit dem Thema auseinandersetzen. Wer seine Unterschrift abgeben möchte, kann dies bis Ende September 2020 digital unter https://www.savebeesandfarmers.eu/deu tun. Jede Unterschrift zählt.

 


Feuchtbiotop im Gundelsbacher Tal   


Amphibienbestände sind weltweit rückläufig. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. An
erster Stelle steht die direkte Zerstörung der Lebensräume durch den Menschen,
aber auch Versauerung und Schadstoffbelastung der Gewässer sowie klimatische
Veränderungen und witterungsbedingte Einflüsse tragen dazu bei. Unterschätzt
werden auch die Auswirkungen des Fischbesatzes in Laichgewässern, herbeigeführt
durch das „Entsorgen“ überzähliger Gartenteich- oder Aquarienfische.
Die Schaffung von Laichgewässern ist eine der wichtigsten Maßnahmen im
Amphibienschutz. Der NABU Weinstadt widmet sich seit langem neben anderen
Naturschutzmaßnahmen auch dieser Aufgabe. Seit vielen Jahren betreuen Mitglieder
des NABU ein Feuchtbiotop im Schachen bei Strümpfelbach. Im Gundelsbacher Tal
legte die NAJU schon vor längerer Zeit im Wald ein Laichgewässer für Amphibien an.
Um überlebensfähige Populationen von Amphibien zu erhalten, schlugen NABUMitglieder vor, dort ein weiteres Laichgewässer zu schaffen. Ein idealer Standort
dafür fand sich auf einer sumpfigen Waldlichtung ganz in der Nähe des existierenden
Waldtümpels und des etwas weiter unten fließenden Gundelsbachs. Durch die freie
Lage auf der Lichtung kann sich das Wasser im Frühjahr schneller erwärmen, was
wichtig für die Entwicklung der Amphibienlarven ist.
Nach einem Ortstermin, bei dem Behördenvertreter Weinstadts und Waiblingens
anwesend waren (der Standort liegt auf Waiblinger Gemarkung), bekam der NABU
grünes Licht für den Bau des Feuchtbiotops. Ein von der Stadt Weinstadt georderter
Bagger hob die Mulde für die beiden Tümpel aus. Auf Grund der wasserstauenden
Böden und des aus mehreren Sickerquellen rieselnden Hangwassers, füllte sich die
ausmodellierte Mulde schnell auf natürliche Weise. Ein zweiter kleinerer Tümpel
etwas oberhalb dient der Vernetzung der Laichgewässer untereinander.
Mit den drei Tümpeln und dem Gundelsbach zusammen wurde in diesem Bereich ein
idealer Lebensraum für Amphibien geschaffen, wo sich hoffentlich bald Grasfrosch,
Springfrosch, Erdkröte, Molch, Feuersalamander, vielleicht auch Gelbbauchunke und
die Ringelnatter heimisch fühlen.


Mitteilung im gelben Blättle am 27.11.2019

 

 Adventsmarkt im und rund ums Heimatmuseum Endersbach      

 

Schon wieder ist ein Jahr vorbei und die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür. Zur Einstimmung in diese besinnliche Zeit veranstaltet der Förderverein „Heimatmuseum Endersbach e.V.“ auch dieses Jahr wieder zusammen mit dem CVJM, mit der Weinstädter Spinn- und Strickgruppe und dem NABU Weinstadt den Adventsmarkt.

Die Tore des Heimatmuseums sind wieder geöffnet und schon von weitem werden die Besucher von den Düften nach Gegrilltem, Kaffee und Kuchen, gerösteten Maronen, Punsch und Waffeln angezogen werden. Für unsere kleinen Besucher wird der Weihnachtsmann im Ofensteinzimmer des Museums Weihnachtsmärchen vorlesen. Ob er in seinem Sack auch was zum Naschen dabeihat?

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Die Ortsgruppe des NABU Weinstadt wird daher, wie auch im letzten Jahr, Maronen rösten und für unsere heimischen Wintervögel werden wir selbstgebastelte Futterglocken aus bunt bemaltem Ton, gefüllt mit Fettfutter, anbieten.

Wir freuen uns, wenn wir Sie am 1. Advent begrüßen dürfen und bieten Ihnen außerdem noch Mistelzweige als Weihnachtsdeko für zuhause an.

Wann:   Sonntag, 1. Advent von 11 bis 18 Uhr.

Wo:        Heimatmuseum, Pflaster 14 in Endersbach