In den vergangenen Wochen konnte unsere Gruppe durch aktive Mitgliederwerbung einen erfreulichen Zuwachs verzeichnen: Insgesamt durften wir 71 neue Mitglieder begrüßen. Besonders erfreulich ist, dass sich unter den neuen Mitgliedern auch zahlreiche Menschen befinden, die Interesse daran bekundet haben, sich ehrenamtlich zu engagieren und aktiv in unserer Gruppe mitzuwirken.
Es bestehen vielfältige Möglichkeiten, sich in unserem Verein einzubringen und gemeinsam an unseren Projekten zu arbeiten. Egal, ob Sie sich regelmäßig engagieren oder punktuell unterstützen möchten – wir freuen uns über jede Form der Beteiligung.
Um einen guten Einstieg zu ermöglichen und alle Interessierten umfassend zu informieren, planen wir für das kommende Jahr eine NABU-Willkommens- und Informationsveranstaltung. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden wir die Ziele und Aufgaben unserer Weinstädter NABU-Gruppe vorstellen sowie aktuelle Projekte präsentieren, an denen sich Interessierte beteiligen können.
Zum Jahresende möchten wir allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr wünschen. Ein besonderer Dank gilt allen Spendern und allen Aktiven, die mit ihrer finanziellen Unterstützung und ihrem Engagement unsere Arbeit möglich machen und einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz vor Ort leisten.

Die Vogelgrippe ist erneut ausgebrochen und seit den ersten Fällen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat sie sich in diesem Jahr so schnell und so tödlich unter Wildvögeln ausgebreitet
wie noch nie zuvor.
Zurzeit sind vor allem Kraniche auf ihrem Zug betroffen, doch auch
andere Wasser- und Seevögel, etwa Enten, Gänse, Schwäne, Möwen,
Greifvögel sowie Rabenvögel, können sich infizieren. Für viele dieser Tiere
verläuft die Krankheit leider tödlich.
Unsere kleinen Singvögel sind dagegen kaum gefährdet, ihre Fütterung kann also weiterhin erfolgen. Wichtig ist nur, Futterstellen und Vogeltränken regelmäßig zu reinigen, damit sich keine anderen
Krankheitserreger ausbreiten.
Auch wenn eine Ansteckung des Menschen sehr selten ist, sollte besonders
bei den oben genannten Vogelarten Vorsicht gelten. Wer einen toten oder erkrankten Wildvogel findet, informiert bitte die Untere Naturschutzbehörde (UNB) oder das zuständige Veterinäramt. Diese
Stellen veranlassen ggf die Untersuchung und ordnungsgemäße Entfernung der Tierkörper
Beim diesjährigen Streuobsttag war der NABU wieder mit einem
informativen und lebendigen Stand vertreten.
Für die Erwachsenen gab es eine Vielzahl an Informationen rund um den Schutz unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere über die Bedeutung der Streuobstwiesen als wertvollen
Lebensraum für zahlreiche Arten. Die Besucher konnten sich über naturnahe Garten- und Wiesenpflege, Nisthilfen und den Erhalt alter Obstsorten informieren.
Ein besonderes Highlight war die Kinderwerkstatt: Hier durften die
jungen Gäste selbst aktiv werden und Nistkästen bauen oder Wildbienenhölzer bohren. Mit Begeisterung wurde geschraubt, gebohrt und gehämmert und ganz nebenbei viel über die Bewohner der neuen
„Häuser“ gelernt.
Der NABU dankt allen Besuchern für das große Interesse und die tollen
Gespräche, sowie den Helfern und Organisatoren des Streuobsttags für die
gelungene Veranstaltung!

Die Pilzsaison hat ihren Höhepunkt im September und Oktober – eine wunderbare Zeit, um durch den herbstlichen Wald zu streifen, den Duft von feuchtem Laub zu genießen und mit wachen Augen nach köstlichen Funden Ausschau zu halten. Pilze lieben es feucht: Hat es ein bis zwei Wochen zuvor ausgiebig geregnet, stehen die Chancen besonders gut, dass sie in Hülle und Fülle aus dem Boden schießen.
Wichtige Sammelregeln:
· In Naturschutzgebieten ist Sammeln verboten; regionale Vorschriften beachten.
· In Baden-Württemberg erlaubt das Waldgesetz max. 1 kg pro Person und Tag für den Eigenbedarf.
· Geschützte oder seltene Arten (z. B. Pfifferlinge) stehen auf der Roten Liste und sollten geschont werden.
· Nur Pilze im „richtigen Alter“ pflücken, verdorbene oder zu junge stehen lassen.
· Pilze vorsichtig herausdrehen und die Stelle mit Erde oder Laub bedecken, um das Myzel zu schützen. In einigen Fällen reicht ein sauberer Schnitt mit dem Messer.
· Zum Transport luftdurchlässige Körbe verwenden, keine Plastiktüten.
· Zu Hause Pilze kühl lagern und rasch verwerten – am besten innerhalb von 24 Stunden.
Für die Bestimmung gibt es inzwischen zahlreiche Apps, doch Vorsicht, denn viele essbare Pilze haben giftige Doppelgänger. Deshalb nur Pilze sammeln, die man sicher kennt oder Fachleute zu Rate ziehen. Hilfreich sind aktuelle Bestimmungsbücher, Pilzführungen oder Beratungen von Experten. Am 26.10. gibt es die Möglichkeit, bei einer Pilzführung mit Thomas Zimmerle dabei zu sein.So macht das Sammeln nicht nur Freude, sondern trägt auch dazu bei, dass Pilze und ihre Lebensräume erhalten bleiben.

In einem unserer NABU-Nistkästen hat sich ein ganz besonderes Volk niedergelassen: die Europäische Hornisse (Vespa crabro). Sie steht unter besonderem Schutz und spielt eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem.
Warum sind Hornissen so wertvoll?
· Hornissen sind friedliche Tiere und stechen nur, wenn sie oder ihr Nest ernsthaft bedroht werden.
· Ein Volk vertilgt täglich mehrere Hundert Insekten – darunter auch Fliegen und Mücken – und trägt so zur natürlichen Schädlingsregulierung bei.
· Beim Nektarsammeln bestäuben sie Blüten und leisten damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag für die Natur.
Gut zu wissen:
· Das Nest im Nistkasten bleibt nur für eine Saison bestehen. Im Herbst stirbt das Volk, lediglich die Jungköniginnen überwintern an geschützten Plätzen und gründen im Folgejahr neue Völker.
· Hornissen sind streng geschützt: Ihre Nester dürfen weder zerstört noch umgesetzt werden.
Wir freuen uns, diesen beeindruckenden Insekten ein Zuhause bieten zu dürfen und möchten dazu beitragen, dass mehr Menschen ihre ökologische Bedeutung und Schönheit erkennen. Wer Glück hat, kann die Tiere beim Ein- und Ausfliegen beobachten – am besten aus respektvollem Abstand und in Ruhe.

Hinter dem Otto-Mühlschlägel-Haus befindet sich ein kleines, liebevoll
angelegtes Streuobstmuseum – ein Ort, der die Vielfalt und Schönheit
unserer heimischen Obstsorten bewahrt.
Die Stadt hat das Gelände den örtlichen Verbänden zur Verfügung
gestellt. Heute wachsen hier verschiedene alte Obstsorten – ein Zeichen
der Wertschätzung für das, was zunehmend aus unserem Alltag
verschwindet: regionale, teils selten gewordene Sorten mit Geschichte.
Darunter die Champagner Bratbirne, bekannt für ihr feines Aroma und
einst eine beliebte Tafelbirne. Der Schnaiter Brachet, ein würziger
Apfel mit kräftigem Charakter aus der Region. Die robuste Knausbirne,
widerstandsfähig und pflegeleicht. Und der Schwaikheimer Rambur, eine
traditionsreiche Apfelsorte, die eng mit der regionalen Obstbaukultur
verbunde ist.
Jeder dieser Bäume erzählt ein Stück Geschichte – von alten
Streuobstwiesen, von bäuerlicher Arbeit und handwerklichem Wissen.
Eine Bank lädt zum Verweilen ein und kleine Infotafeln an den Bäumen
informieren über die Besonderheiten der jeweiligen Sorten.
Die Pflege dieses lebendigen Erbes übernehmen der NABU, der BUND und die
NaturFreunde im jährlichen Wechsel. Denn Streuobstwiesen sind nicht nur
wertvolles Kulturgut, sondern auch wichtige Lebensräume für zahlreiche
Tier- und Pflanzenarten.
Am vergangenen Freitag trafen sich sechs engagierte Mitglieder vom NABU
Weinstadt um die Fläche zu pflegen. Ausgestattet mit Mäher, Motorsense
und Rechen haben sie die Wiese wieder in einen gepflegten, naturnahen
Zustand versetzt.
Denn was hier wächst, ist weit mehr als nur Obst. Es ist ein Stück
unserer Kultur – und es braucht Menschen, die bereit sind, es zu erhalten.

Früher waren sie überall: Das fröhliche Tschilpen des Haussperlings begleitete uns durch Gärten, Höfe und Straßenzüge. Heute wird es stiller. Der Spatz, einst ständiger Begleiter am Fensterbrett, ist vielerorts auf dem Rückzug.
Der Grund? Ihm fehlt das Zuhause. Als typischer Gebäudebrüter sucht der Haussperling Spalten unter Dächern, kleine Nischen in Hausfassaden oder Lücken im Mauerwerk. Doch unsere Gebäude werden immer „glatter“ – energetisch saniert, lückenlos gedämmt, aufgeräumt. Für Spatzen ist da kaum noch Platz.
Aber wir können helfen: Kolonienistkästen bieten geeigneten Wohnraum und lassen sich problemlos an Häusern anbringen – gerne in kleinen Gruppen, denn Spatzen sind gesellige Tiere. Wichtig zu wissen: Alle Niststätten von Gebäudebrütern sind gesetzlich ganzjährig geschützt. Wer umbaut oder saniert, sollte also Rücksicht nehmen – im Idealfall vor Beginn mit einem Fachmann sprechen.
Der Haussperling ist ein Teil unseres Alltags – mit seinem fröhlichen Zwitschern und seinem geselligen Wesen. Helfen wir mit, dass er auch künftig zu unserem Ortsbild gehört.

Mit schrillem Ruf und pfeilschnellem Flug kehren die Mauersegler jedes Jahr aus Afrika zurück, um hier ihre Jungen großzuziehen. Diese faszinierenden Langstreckenzieher sind wahre Flugkünstler: Außerhalb der Brutzeit verbringen sie ihr ganzes Leben in der Luft–sie schlafen, fressen und paaren sich im Flug. Nur zur Brutzeit legen sie kurze Zwischenstopps ein, meist hoch oben an Gebäuden. Dort ziehen sie ihren Nachwuchs in kleinen Nischen oder unter Dachvorsprüngen groß–und das oft an genau denselben Brutplätzen wie im Vorjahr.
Solche Verstecke werden jedoch durch moderne, glatte Bauweise immer seltener. Auch ihre Nahrung wird knapp: Mauersegler jagen ausschließlich fliegende Insekten – und die sind leider vielerorts auf dem Rückzug.
Deshalb steht der Mauersegler inzwischen auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten.
Doch es gibt Möglichkeiten zu helfen: Mit speziellen Nistkästen oder dem Erhalt alter Gebäudestrukturen kann jeder einen Beitrag zum Schutz dieser beeindruckenden Vögel leisten.
Wichtig: Ein Mauersegler am Boden benötigt
immer Hilfe-ein fitter Segler startet mühelos auch vom Boden aus. Bitte keine Starthilfe geben und ihn in die Luft werfen. Setzen Sie das Tier vorsichtig in einen kleinen Karton mit Luftlöchern
und ausgelegtem Küchenpapier. Gut verschließen, denn Mauersegler sind flinke Ausbrecher! Den Karton zuhause an einem ruhigen Ort, fern von Haustieren, abstellen – ohne Futter und Wasser und
anschließend bitte an folgende Stellen wenden:
Deutsche Gesellschaft für Mauersegler oder
Facebook: Wildvogelhilfe Notfälle (für alle verletzten oder verwaisten Wildvögel)
Am Samstag trafen sich kleine und große Helfer, um einen der vielen angelegten Tümpel im Gundelsbacher Tal vom Schlick zu befreien.
Dies war notwendig, damit der Teich nicht verlandet, bevor die dort
lebenden Amphibien mit steigenden Temperaturen mit dem Laichen beginnen.
Dank der zahlreichen motivierten Ehrenamtlichen war die Arbeit schnell
erledigt. Nebenbei konnten wir Frösche und Bergmolche entdecken und
beobachten.
So macht Naturschutz Spaß! Wir freuen uns schon darauf, die
Amphibienpopulation dort im Laufe des Jahres weiter zu beobachten.

Die Vogelfütterung im Winter ist eine wertvolle Möglichkeit, heimische Vogelarten in der kalten Jahreszeit zu unterstützen, insbesondere wenn Schnee und Frost die Nahrungssuche erschweren.
Futterstellen mit geeignetem Futter, wie Samenmischungen, ungesalzenen heimischen Nüssen,
Meisenknödeln ohne Netz helfen Vögeln, ihren Energiebedarf zu decken.
Dabei ist jedoch wichtig, dass Futterspender sauber gehalten werden, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden.
Es sollte jedoch betont werden, dass die Winterfütterung kein Ersatz für den Schutz natürlicher Lebensräume ist. Viel wichtiger für das langfristige Überleben der Vogelwelt sind vielfältige
Lebensräume mit ausreichend Nahrung, Nistplätzen und Rückzugsorten. Ein vogelfreundlicher Garten kann hier einen wertvollen Beitrag leisten.
Durch das Anpflanzen heimischer Sträucher und Wildpflanzen, das Anlegen von Hecken oder das Zulassen wilder Ecken können Gärten in kleine Paradiese für Vögel verwandelt werden.
Die Zufütterung kann also eine sinnvolle Ergänzung sein, aber sie darf nicht von der Verantwortung ablenken, natürliche Lebensräume zu bewahren und zu fördern. Vogelfütterung bietet zudem eine
schöne Möglichkeit, die heimische Vogelwelt zu beobachten und wertzuschätzen – eine Verbindung zur Natur, die zum Nachdenken über ihren Schutz anregen kann.

Am Samstag fand unsere jährliche Mühlbachputzede statt – und das bei
nahezu perfekten Bedingungen! Von 09:20 bis 11:45 Uhr packten 15 Erwachsene und 9 Kinder voller Motivation an, um den Bach und die
Umgebung auf Vordermann zu bringen. Ausgestattet mit Gummistiefeln, Rechen, Schaufeln, einem Mäher und einer Motorsense wurde so viel geschafft wie schon lange nicht mehr. Ein Teil der Gruppe
widmete sich einer Müllrunde rund um das ehemalige Cabrio, während die anderen fleißig am Bach arbeiteten.
Bei strahlendem Sonnenschein und fast 20 Grad machte die Arbeit gleich doppelt so viel Spaß. Zum Abschluss gab es ein wohlverdientes Vesper, bei dem alle Helfer den erfolgreichen Vormittag gemeinsam ausklingen ließen. Ein großes Dankeschön an alle, die mit angepackt haben!

Von NABU-Mitgliedern werden auf der Weinstädter Gemarkung auch Nisthilfen für den Steinkauz betreut.
Eine bereits sehr alte Nisthilfe befindet sich an einem Baum, der in den nächsten Jahren vermutlich umfallen wird. Deshalb musste ein Ersatzquartier in der Nähe gefunden werden.
Karl Jank hat hierfür gleich einen neuen Kasten zusammengebaut, der vor Kurzem aufgehängt wurde.
Nun bleibt zu hoffen, dass die neue Bleibe bald bezogen wird.
Sechs engagierte Helfer ließen sich am Samstag, bei zunächst eisigen
Temperaturen, nicht davon abhalten sich um die Pflege des Grundstücks zu
kümmern. Das Pfeifengras war höher als je zuvor und musste dringend
gemäht werden. Von der Pferdekoppel her wuchsen die Brombeeren über den
Hang auf das Grundstück herab. Es ist notwendig das Gras aus der Wiese
zu bringen. Nur dann haben die dort vorkommenden Orchideen die
Möglichkeit zur Blüte zu kommen. Das Ergebnis sollte im nächsten Jahr in
den Monaten Mai und Juni zu sehen sein.
Schauen Sie dort vorbei. Nach dreieinhalb Stunden war die Arbeit erledigt. Vielen Dank allen Mithelfenden.

Die Reinigung sollte idealerweise zwischen Oktober und November stattfinden, also dann, wenn die Jungvögel längst ausgeflogen sind, aber noch bevor neue Wintergäste einziehen. Viele Tiere nutzen Nistkästen nicht nur zur Brut, sondern auch als Unterschlupf in der kalten Jahreszeit: etwa Meisen, Kleinsäuger wie Siebenschläfer oder Haselmäuse sowie verschiedene Insektenarten.
Bevor der Nistkasten geöffnet wird, sollte man vorsichtig anklopfen. So bekommen eventuell anwesende Tiere die Chance, den Kasten rechtzeitig zu verlassen.
In der Regel genügt es, das alte Nest mit Handschuhen zu entfernen, wichtig, da darin häufig Parasiten wie Vogelflöhe oder Milben sitzen. Anschließend den Innenraum gut ausfegen. Wenn der Kasten stärker verschmutzt ist, kann er zusätzlich mit warmem Wasser und einer Bürste gereinigt werden. Auf Reinigungsmittel sollte verzichtet werden, da sie für Tiere schädlich sein können.
Die Reinigung ist aus mehreren Gründen sinnvoll:
Nach dem Säubern sollte der Kasten vollständig trocknen, bevor er wieder geschlossen und angebracht wird. So bleibt er hygienisch und bietet den Tieren einen optimalen Platz für den Winter und für die nächste Brutsaison.

Im Rahmen des Sommerferienprogramms lud die NABU-Ortsgruppe am Freitag, den 15. 08. zu einer geheimnisvollen Nachtwanderung rund um den Karlstein ein. Trotz schlechter Wetterprognosen meinte es der Wettergott gut mit uns, und so konnten wir bei strahlendem Sonnenschein 44 hochmotivierte Kinder begrüßen.
Gleich zu Beginn unserer Wanderung mussten wir feststellen, dass die
Grillstelle aufgrund von Waldbrandgefahr kurzfristig gesperrt war und
unser geplantes Abschlussgrillen daher ausfallen musste. Die Stimmung
ließ sich davon jedoch nicht trüben, im Gegenteil, wir nutzten die Zeit,
um uns noch intensiver mit dem Thema Wald und seinen Bewohnern zu
beschäftigen.
Besondere Höhepunkte waren die Entdeckung und Deutung von Tierspuren, das Bestimmen verschiedener Pilze am Wegesrand und an Baumstämmen sowie die Inspektion von alten, im Wald gestrandeten
Nistkästen. Ein absolutes Highlight bildeten die mächtigen Ameisenhügel der Roten Waldameise. Hier konnten die Kinder tausende Ameisen bei ihrer emsigen Arbeit beobachten und der intensive Geruch
der Ameisensäure wird ihnen sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Im Schein der Taschenlampen kehrten wir schließlich wieder zum
Ausgangspunkt am Karlstein zurück. Auch ohne Lagerfeuer schmeckte den Kindern eine kalte Wurst, denn Bewegung macht bekanntlich hungrig. Zum Ausgleich für das entfallene Grillen durften wir zudem
die letzten
Strahlen eines romantischen Sonnenuntergangs genießen.
Von Kindern, Eltern und Betreuern gab es am Ende viel Lob für diese
gelungene Veranstaltung.
Die heimische Hornisse (Vespa crabro) ist weit besser als ihr Ruf. Zwar wirkt sie respekteinflößend, doch in Wahrheit ist sie friedlich, scheu – und ein echter Naturschatz!
Ein Hornissenvolk leistet täglich Erstaunliches:
· Es reguliert die Insektenpopulation, indem es große Mengen an Fliegen, Mücken und anderen Insekten frisst – bis zu 500 g am Tag!
· Es hilft, die Insektenvielfalt im Gleichgewicht zu halten – wichtig für das gesamte Ökosystem.
· Und ja: Auch Hornissen tragen zur Bestäubung von Pflanzen bei, wenn auch in kleinerem Umfang als Bienen – aber sie tun es!
Trotz ihrer Größe sind sie nicht aggressiv, solange man ihr Nest in Ruhe lässt. Und weil sie so wichtig für unser Ökosystem sind, stehen sie unter Naturschutz.
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde ungewollt eingeschleppt und ist auf dem Vormarsch. Anders als unsere heimische Art ist sie eine ernsthafte Bedrohung für Honigbienen, da sie gezielt vor deren Stöcken jagt. Sie jagt und frisst viele Insektenarten, die für die Bestäubung von Pflanzen wichtig sind und kann damit das gesamte Ökosystem durcheinanderbringen und Auswirkungen auf andere Insekten, Vögel und Pflanzen haben.
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner und dunkler als die heimische Europäische Hornisse. Sie hat eine überwiegend schwarze Färbung, gelbe oder orangenen Streifen am Hinterleib und gelbe Beinenden. Die Europäische Hornisse ist dagegen rotbraun und ist am Hinterleib gelb-schwarz gemustert.
Noch ist sie in vielen Regionen selten – aber Früherkennung ist wichtig. Wer eine Sichtung vermutet, sollte ein Foto machen und sie an den NABU oder eine Fachstelle melden.
Mehr dazu beim NABU-Vortrag mit dem StadtSeniorenRat:
Hornissen und Vogel des Jahres, der Hausrotschwanz
Montag, 16. Juni, 16:00 Uhr im Otto-Mühlschlegel-Haus
Alle Naturfreunde sind herzlich willkommen!
Mitbringen: Neugier, Fragen – und gern auch ein bisschen Begeisterung für das, was fliegt.
Der Hausrotschwanz wurde zum Vogel des Jahres 2025 gewählt! Über 143.000 Menschen haben deutschlandweit abgestimmt – und sich für den kleinen, lebhaften Vogel mit dem rostroten Schwanz entschieden.
Früher war er in felsigen Bergregionen zuhause, heute lebt er mitten unter uns – auf Dächern, Zäunen oder Mauern. Er ist ein echter Nachbar und gut zu erkennen: durch seinen ständig wippenden Schwanz, seine schnellen „nickenden“ Bewegungen.
Sein Gesang ist abwechslungsreich, etwas kratzig, metallisch, knirschend– unverwechselbar. Er singt gerne von erhöhten Plätzen, zum Beispiel Antennen oder Dachgiebeln – und das schon über eine Stunde vor Sonnenaufgang!
Trotz seiner Anpassungsfähigkeit hat er es nicht leicht: Bei Gebäudesanierungen verschwinden häufig seine Brutplätze – kleine Nischen oder Spalten – und durch das Insektensterben fehlt ihm zunehmend Nahrung. Übrigens: Der Hausrotschwanz gehört zur Familie der Fliegenschnäpper und nutzt gerne alte Nester wieder oder übernimmt verlassene Brutplätze anderer Vögel.
Was kann man tun? Schon mit einem Nistkasten und einem naturnahen, insektenfreundlichen Garten lässt sich viel bewirken!

Zwischen Waiblingen und Remseck schlängelt sich die Rems durch eine wunderschöne Landschaft – das Naturschutzgebiet Unteres Remstal. Auenwälder, Streuobstwiesen, Trockenmauern und ein alter Steinbruch bieten hier Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen – vom Eisvogel bis zur wilden Orchidee und erinnert an eine Landschaft, wie sie einst vielerorts typisch war – heute aber selten geworden ist.
Seit 1987 steht das Gebiet unter Schutz und gehört heute sogar zum europäischen Natura-2000-Netz. Spaziergänger und Naturfreunde finden hier ein echtes Kleinod, das zeigt, wie vielfältig Natur direkt vor unserer Haustür sein kann.
Am Samstag, 18. Mai, von 8 bis 12 Uhr laden
wir zu einem Ausflug ins Untere Remstal ein – mit spannenden Infos, Naturbeobachtung und Zeit zum Staunen.
Treffpunkt Parkplatz Sportgelände Hegnach, Führung Bruno Lorinser
Steinbruch bei Neckarrems
Da wir beim Sommerferienprogramm keine Begrenzung der Teilnehmerzahlen hatten, kamen über 40 begeisterte Kinder bei super Wetter zur Nachtwanderung mit dem Jäger. Bei dem gewaltigen Leuchtfeuer der Taschenlampen waren leider keine Tiere zu beobachten, dafür konnten die Kinder so einiges über die Lebensräume von Wildtieren erfahren. Begleitet wurden wir von 2 Jagdhunden die somit viele Streicheleinheiten erhielten. Bei Mondschein war der Abschluss am Lagerfeuer mit Grillwurst und Stockbrot natürlich auch Abenteuer pur. Bei der Bachführung, der Bach lebt, konnten wir ebenfalls über 40 Kinder begrüßen, die alle hochmotiviert, mit Eimern und Netzen bewaffnet, dem Bach entgegenfieberten. Vorher gab es noch eine Begrüßungsrunde mit der zahmen Kröte Berta. Danach setzte sich die Kinderschar in Bewegung Richtung Schlierbachtal, das wir in wenigen Gehminuten erreichten. Es wurden Köcherfliegenlarven ,Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven und viele andere interessante Wassertiere entdeckt. Auch zu erwähnen sind die Wasserschlachten am Brünnele in Baach bei hochsommerlichen Temperaturen, die auf dem Rückweg zum Adler Parkplatz eine willkommene Erfrischung brachten. Herzlichen Dank an meine Helferinnen und Helfer, sowie den Eltern, die uns spontan auf unserer Tour begleitet hatten.
Hans Ruff, Nabu Jugendleiter.


Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Hermann Spiess, der unseren NABU Weinstadt über drei Jahrzehnte
lang mit außergewöhnlichem
Engagement und tiefem Fachwissen geprägt hat. Er war nicht nur ein herausragender Experte der Botanik, sondern auch ein Mensch, der mit Herz und Hingabe für den Naturschutz lebte. Besonders die
Pflege der Naturdenkmale und die Organisation von Führungen und Exkursionen lagen ihm am Herzen – stets mit dem Ziel, Menschen für die Schönheit und den Schutz der Natur zu begeistern.
Unsere heimischen Pflanzen waren für ihn eine Herzensangelegenheit. Neben den Orchideen schätzte er vor allem die ganz unscheinbaren, oft übersehenen kleinen Pflanzen – die Unkräuter und
Ackerkräuter. Mit kindlicher Freude entdeckte er seltene heimische Arten an den unerwartetsten Orten, etwa in den Fugen einer gepflasterten Hofeinfahrt. Sein unermüdlicher Einsatz hat viele
unserer heutigen Projekte erst möglich gemacht – sie werden seine Spuren weitertragen. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen engagierten Naturschützer, sondern auch einen geschätzten Freund und
Wegbegleiter.
Es gibt ein Zitat aus dem Senegal: „Wenn ein Mensch stirbt, ist es, als ob eine Bibliothek niederbrennt.“ Dieser Spruch könnte für niemanden treffender sein als für unseren Hermann Spiess. Sein
Wissen, seine Leidenschaft und sein Einsatz für die Natur bleiben unvergessen.
Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Elke und den Familienangehörigen.

Am Streuobstmuseum am Samstag wurde nicht nur ein neuer Weg angelegt, sondern auch eine Benjeshecke errichtet – beides in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz von sieben tatkräftigen Helfern.
Zwischen 9:00 und 12:30 Uhr wurden elf Anhängerladungen mit Hackschnitzeln verteilt, um den neuen Weg begehbar zu machen. Der Obstbaumschnitt, der für die Hecke verwendet wurde, stammt aus fachkundiger Hand: Die Fachwarte des OGV Beutelsbach führten den Rückschnitt der Bäume durch – vielen Dank an dieser Stelle für das professionelle Engagement.
Erstmals wurde das anfallende Schnittgut in diesem Jahr nicht abtransportiert, sondern direkt vor Ort genutzt: Es diente als wertvolles Baumaterial für die neu entstandene Benjeshecke.
Diese besteht aus locker geschichteten Ästen und Zweigen und ist ein echter Gewinn für die Artenvielfalt:
Das Schnittgut für die Benjeshecke stellte der OGV Beutelsbach zur Verfügung – dafür ein herzliches Dankeschön!
Die Benjeshecke besteht aus locker geschichteten Ästen und Zweigen des Obstbaumschnitts. Diese Art der Hecke ist ein echter Gewinn für die Artenvielfalt: Sie bietet nicht nur Unterschlupf für Vögel, Igel, Insekten und Amphibien, sondern wird mit der Zeit auch von Sträuchern durchwachsen und entwickelt sich so zu einer dauerhaften, lebendigen Struktur. Selbst Pilze, Moose und Kleinstlebewesen finden hier einen wertvollen Lebensraum.
Darüber hinaus fördert das Totholz die Humusbildung und trägt zur Verbesserung des Bodenklimas bei – ein natürlicher Kreislauf, ganz ohne Maschinen oder Chemie. Besonders in Streuobstwiesen ergänzt eine Benjeshecke ideal das vorhandene Ökosystem und verbindet offene Flächen mit geschützten Rückzugsorten.
Trotz der körperlichen Arbeit herrschte beste Stimmung und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der neu angelegte Weg lädt nun zum Spaziergang ein, und die Benjeshecke ist nicht nur ein Blickfang, sondern ein aktiver Beitrag zum gelebten Naturschutz.

Bei eisigem Wetter und leichter Schneelage konnte NABU-Jugendleiter Hans
Ruff ca. 20 Personen begrüßen, die alle hochmotiviert zu unserer Nistkastenkontrolle kamen. Die Gruppe bestand aus Kindern, Eltern und freiwilligen Helfern.
Während unseres dreistündigen Rundgangs konnten die Kinder immer wieder erstaunliche Entdeckungen in den Nistkästen machen. Unter anderem stellten wir fest, dass auch Mäuse und Siebenschläfer die
Nistkästen als Unterschlupf nutzen. Eine besondere Herausforderung war, dass einige Nistkästen zugefroren waren und daher vorsichtig aufgeklopft werden mussten.
Nach unserem Arbeitseinsatz gab es ein zünftiges Vesper mit Getränken.
Die Würste wurden am offenen Feuer gegrillt.
Unsere Auftaktveranstaltung des NAJU-Programms 2025 hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen. Die weiteren Termine sind als Vorankündigung im Gelben Blättle zu finden.
Der Sommer beginnt, die Temperaturen steigen und wir Menschen kühlen uns beim Baden ab. Doch wie können Vögel der Sommerhitze entfliehen und wie können wir ihnen dabei helfen? So viel sei verraten: Auch die gefiederten Freunde freuen sich über das kühle Nass!
Der NABU Weinstadt bittet daher unsere Vogelfreunde bei länger andauerndem trockenem Wetter Vogeltränken aufzustellen.
Während der sehr trockenen Tage leiden unsere Vögel oft unter dem Wassermangel. Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind dann ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht oft nur noch selten Wasser. Es ist daher sehr wichtig, den Tieren saubere Vogeltränken anzubieten, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Dabei ist es den Vögeln völlig egal, ob es sich um stylische Vogeltränken handelt oder einfach nur um einen einfachen Blumentopfuntersetzer.
Ein paar Tipps, damit sich die gute Tat nicht ins Gegenteil verkehrt:
Wichtig ist, dass man das Gefäß sauber hält und das Wasser jeden Tag wechselt, damit sich keine Krankheiten ausbreiten können. Die Vögel könnten sich sonst mit Salmonellen oder einzelligen Geißeltierchen infizieren.
Da in trockenen Zeiten die Vogeltränken auch gerne von Insekten, vor allem Bienen genutzt werden, ist es zum Schutz dieser Tiere ratsam, in die Gefäße Steine oder kleine Zweige zu legen, damit die kleinen Flieger nach einem unfreiwilligen Bad wieder ins Trockene krabbeln können und nicht ertrinken müssen.
Der richtige Platz für eine Tränke ist für Vögel insb. auch für unseren Hausspatz gut einsehbar und hat Büsche und Bäume in der Nähe, in die sie bei Gefahr schnell abzwitschern können. Vögel nehmen eine Tränke nur an, wenn sie sich dort sicher fühlen. Denn beim Baden sind sie sehr abgelenkt und können leicht zur Beute für anschleichende Katzen werden.
Der NABU empfiehlt die Vogelfütterung als einmalige Möglichkeit für Naturerlebnis und Umweltbildung. Gleichzeitig sollte die Vogelfütterung nicht mit effektivem Schutz bedrohter Vogelarten verwechselt werden. Von ihr profitieren ausschließlich weniger bedrohte Arten, deren Bestand durch kalte Winter nicht dauerhaft reduziert wird. Wer die Vogelwelt dauerhaft schützen möchte, kann vor allem seinen Garten naturnah gestalten und Nistmöglichkeiten bieten. Heimische Sträucher anpflanzen, Nistkästen aufhängen und eine Blumenwiese statt eines Englischen Rasens anlegen - damit hilft man den Vögeln am meisten.
Richtig füttern - so geht´s:
1. Grundsätzlich ist eine Vogelfütterung das ganze Jahr möglich, aber vor allem im Winter empfehlenswert.
2. Wählen Sie Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter rumlaufen und ihn mit Kot verschmutzen können.
3. Am besten verwenden Sie Futtersilos, da hier das Futter nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können.
4. Sollten Sie dennoch herkömmliche Futterhäuschen verwenden, dann reinigen Sie diese regelmäßig mit heißem Wasser und legen Sie täglich nur wenig Futter nach.
Sollten Sie kranke Vögel an der Futterstelle beobachten, stellen Sie die Fütterung bitte vorerst ein.
Der Braunbrustigel wurde zum Tier des Jahres 2024 ernannt. Als Einzelgänger ist er vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv, er wandert dabei über mehrere Kilometer auf Nahrungssuche. Sein Speiseplan umfasst hauptsächlich Insekten und deren Larven, gelegentlich auch Schnecken und Regenwürmer. Mit seinem ausgezeichneten Geruchssinn findet der Igel seine Beute. Hecken, Gebüsche und Waldränder sind sein bevorzugter Lebensraum. Im Herbst bereitet er sich auf den Winterschlaf vor, indem er eine Fettreserve aufbaut. Ab Oktober sucht er ein geschütztes Versteck, wie Laub- und Reisighaufen, Hohlräume oder Hecken, um den Winterschlaf zu überstehen.
Der Igel steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands, da sein Bestand stetig abnimmt. Um zu ihrem Schutz beizutragen, ist es wichtig, ihren Lebensraum zu erhalten und sich dafür einzusetzen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Was können wir tun um zu helfen?
Beste Voraussetzungen hierfür bieten naturbelassene Gärten.
Laub- und Reisighaufen: Lassen Sie Laub- und Reisighaufen im Garten, um Igel als Versteck- und Nahrungsorte zu ermöglichen.
Winterquartiere: Bieten Sie Winterquartiere an, zum Beispiel durch die Platzierung eines Igelhauses.
Heimische Pflanzen: Bepflanzen Sie den Garten mit heimischen Pflanzen und Gehölzen, um eine natürliche Umgebung zu schaffen.
Igelfreundliche Zäune: Gestalten Sie Zäune mit einer Öffnung (mindestens 10 cm Höhe und Breite), durch die Igel hindurchschlüpfen können.
Verzicht auf Abbrennen: Brennen Sie Reisighaufen nicht ab, ohne sie zuvor umgesetzt zu haben.
Giftfreier Garten: Halten Sie Ihren Garten frei von giftigen Substanzen und Pestiziden.
Abdeckung von Löchern: Decken Sie Löcher, Gruben und Schächte ab, um Verletzungen zu vermeiden.
Trinkwasser: Stellen Sie eine Tränke mit frischem Wasser auf, aber bieten Sie niemals Milch an.
Gartenteiche: Sorgen Sie dafür, dass Gartenteiche flache Stellen oder Ausstiegshilfen haben, damit Igel eigenständig herausklettern können.
Verzicht auf Mähroboter: Vermeiden Sie den Einsatz von Mährobotern, da diese ein hohes Verletzungsrisiko für Igel darstellen können.
Wann braucht der Igel Hilfe?
Wenn Anzeichen eines schlechten Allgemeinzustands festgestellt werden, wie Torkeln, fehlende Stacheln, parasitären Befall, Fliegenmaden, Hungerknick im Nacken, Untergewicht, starke Atemgeräusche, Nicht-Einrollen und ungewöhnlich hohe Tagaktivität, ist es wichtig, umgehend zu handeln. Weitere Informationen, Hilfe und Kontakte zu Pflegestellen können Sie z.B über: https://www.igel-notnetz.net/, https://www.pro-igel.de erhalten.

Am Samstag, 22. März ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr heißt es ran an den Mühlbach! Im Rahmen der Kreisputzete kümmern sich der NABU und der OBV darum, den Bach von Unrat, Schlamm und wildem Bewuchs zu befreien – damit er weiterhin munter plätschern kann.
Dafür brauchen wir viele helfende Hände! Die Arbeit kann zwar anstrengend sein, und ja, es wird nass und dreckig – aber gemeinsam macht’s richtig Spaß!
Zieh dir am besten robuste Klamotten an, die schmutzig werden dürfen, und denk an Gummistiefel. Falls du eine Schaufel oder einen Spaten hast, bring ihn gerne mit. Handschuhe stellen wir, und für eine leckere Vesper samt Getränken ist natürlich gesorgt. Anmeldung bitte bis 25. Februar über Email an: [email protected]. Treffpunkt ist 9 Uhr in der Mühläckerstraße.
Wir freuen uns auf dich – sei dabei!

Vom 10. bis 12. Januar 2025 lädt der NABU erneut zur deutschlandweiten „Stunde der Wintervögel“ ein. Naturfreunde sind aufgerufen, eine Stunde lang Vögel an Futterstellen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten, zu zählen und die Ergebnisse an den NABU zu übermitteln.
Im Fokus der Aktion stehen bekannte und oft verbreitete Vogelarten aus Siedlungsgebieten, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen oder Spatzen.
Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte citizen-science-Aktion und wird 2025 bereits zum 15. Mal durchgeführt. Das Eingabeformular und weitere Infos finden Sie auf www.nabu.de. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Teilnahme!
seit über 30 Jahren waren Sie es gewohnt von Hermann Spiess, unserem Vorsitzenden der NABU-Ortsgruppe Weinstadt, die Einladung zur Mitgliederversammlung sowie einen Rückblick auf das vergangene Jahr und eine Einstimmung auf das kommende Jahr zu erhalten.
In diesem Jahr ist leider alles völlig anders gekommen. Ein Teil von Ihnen hat es sicher bereits mitbekommen. Hermann Spiess ist völlig überraschend schwer erkrankt und kann uns leider nicht mehr unterstützen. In der letzten Mitgliederversammlung hatte er bereits angekündigt, dass er für eine weitere Wahlperiode aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
Trotz einiger Bemühungen haben wir leider noch keinen Nachfolger für Hermann Spiess und auch keinen Stellvertreter gefunden. Der Weiterbestand unserer NABU-Ortsgruppe ist aber sichergestellt. Die Führung des Vereins, die Hermann Spiess immer zuverlässig und vertrauensvoll erledigt hat, wurden nahtlos von den anderen gewählten Amtsträgern und von Engagierten unserer Ortsgruppe übernommen.
Ich, Harald Maier, unterstütze den Vorstand seit einem Jahr und möchte Sie kurz über unseren Status informieren:
Ich habe Kontakt mit dem Landesverband aufgenommen, um das Fortbestehen unserer Ortsgruppe sicherzustellen: wir haben laut unserer Satzung neben Hermann Spiess mit Karina Fischer und Jürgen Frank zwei gewählte Vorstandsmitglieder. Da beide ihr Amt als Schriftführer bzw. Kassiererin dankenswerterweise weiterhin wahrnehmen werden, kann die Ortsgruppe entsprechend unserer Satzung ordnungsgemäß weitergeführt werden, auch wenn wir aktuell keinen gewählten Vorsitzenden haben. Dies kann aber kein Zustand auf Dauer sein. Wir sind sehr daran interessiert, dass wir wieder einen Vorstand oder ein Vorstandssprecherteam mit drei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern besetzen können.
Deshalb wenden wir uns heute in dieser Form an unsere Mitglieder: Wer wäre bereit, sich einzubringen und hat Interesse, in einem Vorstandsteam mitzuarbeiten? Wenn Sie mehr über die Aufgaben wissen wollen, dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns sehr und sind gerne bereit, auf Ihre Wünsche und Interessen an der Arbeit in einer Ortsgruppe, die sich dem Natur- und Artenschutz verschrieben hat, einzugehen.
Die nächste Mitgliederversammlung findet erst im Herbst 2025 satt – warum ist das so? Wie seit vielen Jahren üblich, fanden die Mitgliederversammlungen immer Ende März statt. Laut Satzung müssen sie „einmal jährlich“ durchgeführt werden. Der NABU Baden-Württemberg hat aber gerade alle Ortsgruppen angewiesen, ihre Satzungen auf Vorgabe des NABU-Bundesverbandes bis zum Ende des Jahres 2025 zu aktualisieren. Daher haben wir uns zu folgendem Ablauf für das nächste Jahr entschieden:
Die neue Satzung wird von uns in Abstimmung mit dem NABU BW, den Notaren und dem Registergericht aktualisiert und muss dann den Mitgliedern der Weinstädter NABU-Ortsgruppe in der nächsten Mitgliederversammlung zur Annahme vorgeschlagen werden. Nach Ihrer Zustimmung folgt dann die Eintragung im Registergericht und die Weiterleitung an das Finanzamt.
Da der Prozess erfahrungsgemäß Zeit in Anspruch nimmt, werden wir die
Mitgliederversammlung voraussichtlich im 4. Quartal 2025 durchführen. Bis dahin werden wir auch klären ob, und in welcher Form die Ortsgruppe weitergeführt werden kann. Daher ist es uns so wichtig, dass wir von Ihnen Unterstützung im Vorstandsteam bekommen, denn ohne ein dann zu wählendes Vorstandsteam kann ich mir die Arbeit ohne weitere Unterstützung langfristig nicht vorstellen. Im Jahr 2026 würde die Ortsgruppe ihr 90jähriges Jubiläum feiern. Es wäre doch sehr schade, wenn dies nicht mehr möglich sein sollte.
Wie geht es jetzt weiter?
Der Kassenabschluss und die Kassenprüfung für das vergangene Jahr wird selbstverständ-lich gerade durchgeführt und der Landesverband wird, wie vorgesehen, neben dem Kassenbericht auch über unsere Aktivitäten im Jahr 2024 informiert werden. Mit diesem Schreiben erhalten Sie neben unserem Jahresrückblick auch wieder unser NABU-Programm sowie das tolle Programm unserer NABU-Ortsgruppen-Jugend (NAJU) für
2025.
Wenn Sie unserem Jahresrückblick lesen, werden Sie feststellen, dass wir im Jahr 2024, trotz der schwierigen Lage im Vorstandsbereich, einiges auf die Beine gestellt haben und das auch im folgenden Jahr vorhaben. Hermann Spiess steht uns leider mit seinem immensen Naturschutz-Wissen für unsere Exkursionen nicht mehr zur Verfügung. Für das Jahr 2025 haben wir daher ein etwas schlankeres Programm aufgelegt und für Sie auch Veranstaltungen der Ortsgruppe Waiblingen bei uns aufgenommen. Dies hat sich 2024 schon sehr bewährt. Vielen Dank dafür an die Ortsgruppe Waiblingen und besonders an Bruno Lorinser.
Für die Übergangszeit bis zur nächsten Mitgliederversammlung stehe ich, nach Rücksprache mit Hermann Spiess und den gewählten Vorstandsmitgliedern, für alle Angelegenheiten rund um die Ortsgruppe als Ansprechpartner zur Verfügung. Sollten Sie Fragen und Anregungen haben, oder sehr gerne auch Interesse an der Mitarbeit im Vorstand haben, kontaktieren Sie mich gerne.
Ich möchte mich Ihnen kurz vorstellen:
Ich bin erst seit knapp 3 Jahren vom passiven Mitglied zum aktiven Teil der Ortsgruppe gewechselt, habe in dieser Zeit tolle Menschen kennenlernen dürfen und hätte mir nicht vorstellen können, dass ich Ihnen jetzt Nachdenkliches zur Zukunft unserer Ortsgruppe schreibe. So können Sie mich erreichen:
Harald Maier
Panoramastraße 26 (Ortsteil Beutelsbach)
71384 Weinstadt
Festnetz: 07151/65275, jedoch ohne Sprachbox
Mobil: 0157/32357432
Email: [email protected]
Ich habe Interesse an den Schönheiten der Natur, insbesondere an unseren heimischen Orchideen, den Steinkäuzen und Eulen und gehe das ganze Jahr über in die Wälder, um nach Pilzen Ausschau zu halten. Außerdem bin ich seit diesem Jahr ehrenamtlicher Wespen- und Hornissenberater und helfe bei der Umsiedlung der heimischen Hornissen mit.
Abschließend noch eine Klarstellung in eigener Sache:
Ich werde das Amt eines allein verantwortlichen Vorstandsvorsitzenden der Ortsgruppe Weinstadt aus verschiedenen Gründen auch künftig nicht übernehmen. Ich bin aber gerne bereit, mich weiterhin aktiv zu beteiligen und auch in der Vorstandsarbeit in einem gleichberechtigten Sprecherteam mitzuwirken. Finden sich mindestens 2 weitere Personen für ein solchen Team, dann bin ich bereit, mich weiter einzusetzen und stelle mich mit dem Team in der nächsten Mitgliederversammlung zur Wahl.
Ich hoffe, Sie konnten die Weihnachtszeit gesund in unserer herrlichen Natur genießen.
Mit herzlichen Grüßen und alles Gute für Sie und Ihre Familien im Neuen Jahr!
Ein ganz besonders lieber Gruß geht natürlich von uns allen an Elke und Hermann Spiess!
Harald Maier, auch im Namen von
Karina Fischer, Jürgen Frank, Claus Hainbuch und Hans Ruff.
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Noch eine wichtige Bitte in eigener Sache an Sie:
Wir möchten alle Mitglieder, die noch keine EMail-Adresse beim NABU hinterlegt haben, bitten, uns diese bis spätestens zur nächsten Mitgliederversammlung zukommen zu lassen. Dies erleichtert es uns, mit Ihnen in Kontakt zu treten und Ihnen z. B. die Einladungen zur Mitgliederversammlung oder andere aktuelle Informationen, wie z. B. unseren Jahresrückblick, zukommen zu lassen. Damit sparen wir Kosten und belasten die Umwelt deutlich weniger. Sollten Sie keine eigene EMail-Adresse besitzen, dann fragen Sie doch bitte in Ihrem Familien- oder Freundeskreis nach.
Sie helfen uns damit sehr, vielen Dank dafür !!!

Ab September sind Jungigel in unseren Gärten und Parks unterwegs. Helfen Sie mit, den Stacheltieren eine sichere Umgebung zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet ihnen wertvollen Schutz. Laub- und Reisighaufen sowie unaufgeräumte Ecken dienen ihnen als Unterschlupf und Schlafplätze. Wichtig ist, keine Mähroboter im Garten zu verwenden, da diese Igel verletzen können. Verzichten Sie auf Pestizide und gestalten Sie den Garten vielfältig, um den Jungigeln zu helfen, den Winter gut zu überstehen.
Monitoring zur Verbreitung und Vorkommen von Igeln: Im Zeitraum vom 20. bis 30. September können Igelsichtungen (auch Totfunde) z. B. unter
www.nabu-naturgucker.de gemeldet werden. Machen Sie mit, damit gezielte Artenschutzmaßnahmen initiiert werden können.