NABU Jahresversammlung am 25. März 2022

Am 25. März hielt der NABU Weinstadt im Vereinsheim der Gartenfreunde seine Jahresversammlung ab. Nach 2 Jahren Pause war dies die erste turnusgemäße Versammlung im Frühjahr. Über 30 Mitglieder waren gekommen, die der Vorsitzende Hermann Spiess begrüßen konnte. Es folgte ein ausführlicher Bericht über die zahlreichen Aktivitäten des Vereins. Der 2. Vorsitzende Claus Hainbuch ergänzte den Vortrag vor allem mit der Vorstellung des neuen KlimaBündnisses Weinstadt. Der Klimawechsel hat leider einen sehr negativen Einfluss auf den Naturschutz und besonders auf die Artenvielfalt.

 

Herr Hainbuch zeigte darüber hinaus in einer Bilderschau die vielfältigen Arbeitseinsätze des NABU. Es folgten nun der Bericht über die NAJU und der Kassenbericht. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Zum Abschluss wurden für langjährige treue Mitgliedschaft geehrt: Gisela Enssle, 30 Jahre; Axel Burkartsmaier, 40 Jahre; Regine Munz, 50 Jahre.

 

Zur Unterstützung der notleidenden Flüchtlinge aus der Ukraine wurde spontan zu einer Spende aufgerufen. Es konnten 455 € gesammelt werden, die dann vom Verein auf 600 € aufgestockt wurden. Dieser Betrag wurde auf das Spendenkonto der Stadt Weinstadt überwiesen.


NABU-Führung am 9. April:

Es brummt und summt an unserer Wildbienenwand an der Rems

Wann:            Samstag 9. April um 14 Uhr, Dauer ca. 90 min

Treffpunkt:     Rems-Birkelwehr in Endersbach, Birkelstraße (Ortsteil Trappeler)

Führung:       Claus Hainbuch und Hermann Spiess

Anmeldung: nicht erforderlich, kostenfrei für alle Interessierten

Neben dem Klimaschutz ist das Artensterben eine der wesentlichen Herausforderungen unserer Generation. Die dramatische Entwicklung zeigt immer wieder sehr eindringlich der UN-Bericht zur Biodiversität: in den letzten 25 Jahren haben wir auch bei uns bereits 80% der Biomasse (Insekten am Boden und in der Luft) verloren. Auch unsere heimischen Wildbienen sind extrem betroffen.  

 

Spaziergang an der Rems, Informationen zu heimischen Wildbienen und Frühblühern in den Streuobstwiesen

 

Im Rahmen eines Spaziergangs an der Rems wird der NABU Weinstadt informieren, dass von den in Baden Württemberg noch vorkommenden 460 Wildbienenarten mehr als die Hälfte vom Aussterben bedroht sind. Die Rettung der Insekten und gerade auch der Wildbienen, die für die Bestäubung unserer Obstbäume und Beeren unerlässlich sind, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir alle sind in hohem Maße gefordert. Am Beispiel der für die Remstal-Gartenschau erstellten Wildbienenwand werden wir ausführlich erläutern, was wir selbst in unserem Garten, der Terrasse, dem Balkon oder in unseren Streuobstwiesen tun können, um unseren sehr friedfertigen Wildbienen eine Chance zum Überleben zu ermöglichen.

 

 

Außerdem bekommen Sie Informationen zu der Frage, unter welchen Voraussetzungen sich die Wildbienen besonders wohl fühlen und was sie zum Überleben und zum Sicherstellen einer möglichst großen und gesunden Nachkommenschaft brauchen.  


Erfolgreiche Gemarkungs- und Mühlbach-Putzete 2022

Wie jedes Jahr haben sich der NABU Weinstadt und der OBV Endersbach die Reinigung des Mühlbachs in Endersbach am Wochenende der Kreisputzete vorgenommen. Das Zurückschneiden der wilden Brombeeren, das Entfernen der vielen im Wintersturm abgebrochenen trockenen Aststücke und an einigen Stellen das Ausgraben des Bachbetts sind jedes Jahr erforderlich, damit der Bachlauf nicht versandet und die Seitenwälle des Bachlaufs nicht überspült werden. Leider sind der Aktion auch die eine oder andere Bachsperre zum Opfer gefallen. Wir sind aber sicher, dass die spielenden Kinder trotzdem wieder Ihre Freude beim Spielen am Bach haben werden. Kleinere Brückle sind dabei kein Problem, aber auf das Stauen des Baches sollte möglichst verzichtet werden.

 

Leider konnten dieses Jahr unsere tatkräftigen Helfer der NABU-Jugend (NAJU) nicht mitmachen, ein positiver Corona-Test am Tag zuvor hatte ihren Einsatz verhindert. Wir hatten schon so gehofft, dass sie uns die mühsame Arbeit des Schlammschaufelns abnehmen würden … 😊

 

Parallel zu unseren Arbeiten war eine Gruppe des KlimaBündnisses Weinstadt unterwegs und sammelte den Abfall zwischen dem Cabrio und der Seemühle entlang der Wege, der Strümpfelbacher Straße und des Haldenbaches. Ganze 8 große blaue Müllsäcke konnten mit den Hinterlassenschaften unserer Mitmenschen gefüllt werden, wobei die Unmengen achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen zwar die Hauptarbeit machten, aber nicht maßgeblich zur Füllmenge der Säcke beitrug. Diese wurden vor allem durch Glas, Plastik, Verpackungsmüll, vielfach von der ortsansässigen Fastfood-Kette, Getränkebüchsen und Tetrapack-Getränkeverpackungen gefüllt.

 

Zum nahen Abschluss haben sich alle bei einem Vesper gestärkt, das die Stadt allen Freiwilligen gespendet hat. Nach kurzer Pause waren die Kraftreserven wieder aufgefüllt und die letzten Arbeiten konnten gestärkt erledigt werden.

 

Allen Helfern und Helferinnen ein ganz herzliches Dankeschön!!


Die Rainfarn-Maskenbiene ist die Wildbiene des Jahres 2022

Die Rainfarn-Maskenbiene wurde zur Wildbiene des Jahres 2022 gekürt. Mit höchstens neun Millimetern Körpergröße zählt sie zu den kleinen Vertreterinnen unserer Wildbienen-Fauna. Sie gehört zur Gattung der Maskenbienen, die in Deutschland 39 Arten umfasst und fliegt von Ende Mai bis Mitte August.

Als Nahrungsquelle sind für die Rainfarn-Maskenbiene Korbblütler wie z. B. Färber-Kamille, Wiesen-Schafgarbe und Margeriten unentbehrlich. Die Tiere sind schwarz gezeichnet mit verschiedenen weiß gefärbten Körperpartien. Insbesondere die Kopfzeichnung ist charakteristisch. Die weißen Gesichtsmasken, die vor allem bei den Männchen ausgeprägt sind, haben der Gattung ihren deutschen Namen eingetragen. Weil die meisten Nahrungspflanzen der Rainfarn-Maskenbiene an sehr unterschiedlichen Standorten vorkommen und derzeit ungefährdet sind, besiedelt sie verschiedene Lebensräume im Offenland und auch in unseren Siedlungen.

Für die Anlage ihres Nests braucht die Rainfarn-Maskenbiene vorhandene Hohlräume wie Spalten zwischen Steinen, Risse in erdigen Abbruchkanten, Klüfte in Trockenmauern. Das Nest besteht in der Regel aus fünf bis 20 in Reihe angelegten Brutzellen, die vom Weibchen mit einem seidenartig schimmernden, transparenten Sekret ausgekleidet werden, in denen dann der Pollen- und Nektarvorrat für die Entwicklung der jungen Biene angelegt wird. Die Larven entwickeln sich mit diesem von der Mutterbiene eingetragenen Vorrat über das Ruhestadium der Puppe zu voll entwickelten Maskenbienen. Diese verlassen im Sommer des Folgejahres das Nest.

Was jeder von uns für unsere Wildbienen tun kann: Mehr regionale Blütenvielfalt für Insekten

Den Wildbienen geht es schlecht. Über die Hälfte der Wildbienenarten in Deutschland steht auf der Roten Liste. Fast ein Drittel ist weiter vom Aussterben bedroht und in den letzten 30 Jahren haben wir allein in Deutschland 75% unserer Wildbienen und Insekten verloren, das ist eine dramatische Entwicklung!

Der Einsatz von Pestiziden und die Verarmung des Blütenangebots sowohl in der offenen Landschaft wie auch in unseren Städten und Dörfern macht den Wildbienen schwer zu schaffen. Während wir in der Feldflur kaum einen direkten Einfluss auf das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten haben, können wir im Siedlungsraum sehr effektiv helfen, etwa in Gärten und öffentlichen Grünanlagen. Der Schlüssel für die wirksame Unterstützung der Insekten ist dabei die großflächige Verbreitung von Wildpflanzen unserer Region, denn an diese haben sich die Tiere im Laufe ihrer Stammesentwicklung angepasst. Beim Kauf von Blumenmischungen ist es hilfreich, weniger auf die bunten Bildchen auf den Verpackungen zu achten als darauf, möglichst wenig Pflanzen mit gefüllten Blüten auszuwählen und auch auf ein entsprechendes Zertifikat zu achten, etwa für VWW-Regiosaatgut (Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten). Auch sollte die Blumenmischung neben Frühblühern, wie z.B. Wildkrokusse auch Pflanzen mit späteren Blühzeiten berücksichtigen, da die Bienen nach dem Blütenfest und dem damit verbundenen Nahrungsüberfluss im Frühjahr auch noch den ganzen Sommer Nahrung benötigen.

 

Jetzt ist die Zeit, etwas für unsere heimischen Wildbienen zu tun:

 

Je nach Wetter fliegen unsere ersten Wildbienen bereits Anfang März und sind auf der Suche nach Pollen und Nektar. Der NABU Weinstadt berät Sie gerne und zeigt Ihnen einfache Möglichkeiten auf, wie Sie für den Erhalt unserer so wichtigen und gleichzeitig bedrohten Wildbienenarten aktiv werden können: wir geben Ihnen Tipps für die richtige Auswahl heimischer Pflanzen und Wildblumen, für das Anlegen und den Bau von kleinen Wildbienenbehausungen (auch für den Balkon oder Terrasse geeignet) und geben Tipps zum richtigen Standort. Melden Sie sich einfach mal bei uns.


Stunde der Wintervögel –

vom 6. bis 9. Januar 2022 heißt es wieder: Vögel beobachten und zählen

Die „Stunde der Wintervögel“ findet zum zwölften Mal bundesweit statt: der NABU ruft Naturfreunde und Naturfreundinnen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Forschung, bei der jeder mitmachen kann: Je mehr Naturfreunde teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Helfen Sie bitte mit, schleichende Veränderungen in der Vogelwelt festzustellen.

So können Sie am Langzeitprojekt teilnehmen:

1. Vögel zählen

  • Die Aktion findet im Siedlungsraum statt: Garten, Balkon, Fenster oder Stadtpark.
  • Suchen Sie sich einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können.
  • Beobachten Sie eine Stunde lang und notieren Sie dabei von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die in diesem Zeitraum gleichzeitig zu sehen war. Das vermeidet Doppelzählungen.

Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Gerne können Sie auch unsere Zählhilfe nutzen, die Sie sich ausdrucken können. Sie finden diese neben Online-Tipps zum Bestimmen der Vögel auf der u.a. NABU-Internetadresse.

2. Beobachtungen melden

Bitte nutzen Sie das Online-Meldeformular oder melden Sie per App. So sparen wir Kosten und die Beobachtungen fließen live in die Auswertung ein – danke! Das Formular ist vom Aktionsbeginn am 6. Januar bis zum Ende der Meldefrist am 17. Januar freigeschaltet.

Es geht auch telefonisch: Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157115 werden Ihre Daten am 8. und 9. Januar von 10 bis 18 Uhr auch direkt entgegengenommen.

Hier finden Sie viele nützliche Informationen und die Meldehinweise. Vielen Dank fürs Mitmachen und noch mal alles Gute für das neue Jahr, vor allem bleiben Sie gesund!

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel


NABU Weinstadt sagt Danke und wünscht ein frohes Fest

NABU Weinstadt sagt Danke und wünscht ein frohes Fest

 

Das Jahr 2021 war für viele von uns wieder ein ganz besonderes Jahr und wir konnten leider nur sehr wenige Veranstaltungen und Exkursionen durchführen. Trotz Corona ist es uns gelungen, unseren Aufgaben für den Natur- und Artenschutz in Weinstadt gerecht zu werden.

 

Unser Dank gilt allen unseren Mitgliedern, die uns mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden unterstützt haben und insbesondere allen tatkräftigen Helfern, die uns bei unseren Projekten mit Anregungen, Muskelkraft, Zeit und Engagement helfen.

 

Ganz besonders wichtig war dieses Jahr die tatkräftige Unterstützung des NABU Weinstadt für den Einwohnerantrag des KlimaBündnisses. So konnten wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Weinstadts erreichen, dass sich der Gemeinderat und unsere Stadtverwaltung zur Klimaneutralität bis 2035 und zur Erstellung eines Klimaschutz-Aktionsplans einstimmig bekannt haben. Nur so stellen wir gemeinsam sicher, dass wir eine für alle Arten lebenswerte Natur erhalten können.

 

In Anbetracht der in der Zukunft anstehenden gesundheitlichen Herausforderungen und den Aufgaben bzgl. Artenschutz und Klimawandel sind wir dankbar, dass wir Sie alle als Unterstützer an unserer Seite wissen und freuen uns weiterhin auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Ihnen allen und ihren Familien wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest. Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf, wir wünschen Ihnen allen ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr.

 

 

ALLE Dunkelheit der Welt kann das LICHT

einer einzigen Kerze nicht auslöschen.
-Konfuzius-

In diesem Sinne, lasst uns jetzt zur Weihnachtszeit ganz besonders viele Kerzen entzünden:

 

Eine Kerze für die Liebe,

eine Kerze für die Hoffnung,

eine für den Glauben,

eine für die Zuversicht,

eine Kerze für den Frieden,

eine die Nächstenliebe,

eine Kerze für die Wahrheit,

und eine Kerze für den Zusammenhalt.

 

 

Und vor allen Dingen: Lasst uns den Optimismus nicht verlieren und mit Zuversicht das neue Jahr begrüßen!


Jetzt mit der Fütterung unserer Wintervögel beginnen

Während Schwalben und Stare die Wintermonate in wärmeren Gefilden verbringen, harren unsere „Standvögel“ wie Amsel, Meise oder Sperlinge hier bei uns aus. Um die kalten Tage zu überstehen, haben sie unterschiedliche Strategien entwickelt. Die meisten Vögel übernachten aufgeplustert und gut geschützt in Gebüschen, Höhlenbrüter wie Kohlmeisen nutzen auch gerne Nischen, Spechthöhlen oder unsere aufgehängten Nistkästen zum Übernachten. Während Amseln oder Meisen gerne allein übernachten, finden sich zum Beispiel Rabenkrähen und Kolkraben jeweils in großen Schlafgemeinschaften zusammen. Die lärmenden Versammlungen bieten Schutz vor Feinden und Kälte gleichermaßen. Auch Zaunkönige und Baumläufer kuscheln sich in kalten Winternächten im Gebüsch oder Unterholz eng zusammen. So wärmen sie sich gegenseitig und sparen Energie.

Jetzt Vögel füttern!  NABU gibt Tipps zur richtigen Vogelfütterung

 

Neben den frostigen Temperaturen werden die kurzen Tage und insbesondere gegen Ende des Winters auch das geringere Nahrungsangebot zur Herausforderung für unsere heimische Vogelwelt. Den possierlich-kleinen Singvögeln verlangen die tiefen Temperaturen wegen des ungünstigen Verhältnisses von Körpervolumen zur Oberfläche einiges an Energie ab. Den notwendigen „Brennstoff“ suchen die Tiere daher gerne auch an einer Futterstelle. Wenn eine Meise einen halben Tag ohne Futter ist, kann sie schon sterben.

Eine Futterstelle im Garten, auf dem Balkon oder am Fenster kann da schon helfen. Bei Schnee und Eis kommt man der Vogelwelt so nahe wie sonst zu keiner Zeit des Jahres. Eine tolle Möglichkeit zur Naturbeobachtung, die aber unbedingt richtig betrieben werden muss, soll sie den Vögeln nützen und nicht schaden.

 

Wie wird nun richtig gefüttert? Zunächst sollte man sich ein vernünftiges Futtergerät zulegen oder selber bauen. So genannte Futtersilos sind die beste Lösung. Hier bleibt das Futter trocken und kommt nicht mit dem Vogelkot in Berührung. Sonst können die Vögel sehr schnell an Salmonellen und anderen Infektionen erkranken. Die bekannten Futterhäuschen, bei denen das Futter nass und durch Kot verunreinigt werden kann, sind deshalb weniger geeignet. Passiert dies trotzdem, so sollte man sich auf jedem Fall die Mühe machen, alle zwei Tage den Futterplatz gründlich zu säubern.

Auf gar keinem Fall sollte man Speisereste, wie z. B. Backwaren anbieten. Es schimmelt schnell und trockenes Brot quillt in den Mägen der Vögel und entzieht dem kleinen Körper Wasser und wegen des vollen Magens trinken sie nicht mehr ausreichend.  Auch Gesalzenes oder Süßes darf nicht angeboten werden.

Als Futter sind die handelsüblichen Körnermischungen, Haferflocken und Kleie gut geeignet. Wer einen „Meisen-Magneten“ am Fenster haben möchte, sollte mit ungerösteten Erdnüssen oder einem Meisenknödel füttern.

 

Anleitungen zum Bau eines Futtersilos unter

 

www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/tippsfuerdiepraxis/winterfuetterung/11771.html 


Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022

Der Sieger der Wahl zum Vogel des Jahres steht fest: Der Wiedehopf hat mit 45.523 Stimmen und 32 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt: In diesem Jahr gewann das Rotkehlchen die erste öffentliche Wahl – es bleibt noch bis Jahresende im Amt. Ab 2022 übernimmt dann der Wiedehopf den Titel Vogel des Jahres.

 

 

 

 

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 24 Prozent der Stimmen. Auf Platz drei flatterte der Bluthänfling mit 20 Prozent vor dem Feldsperling mit 16 Prozent. Der letzte Platz ging an den Steinschmätzer mit knapp 8 Prozent der Stimmen.

 

Der Wiedehopf ist einer der auffälligsten heimischen Vögel – mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube wurde der Wiedehopf auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt.

 

Die wenigsten von uns dürften den Wiedehopf selbst einmal in der Natur gesehen haben. Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – viele Insekten gibt es jedoch nur auf Flächen ohne Pestizideinsatz. Ferner kommt er nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika.

 

Sein Verbreitungsgebiet wächst, trotzdem ist er gefährdet

Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume nur noch wenige Brutpaare gibt – zurzeit sind es 800 bis 950. Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.

 

Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes. Viele Menschen dürften den neuen Jahresvogel aus der „Vogelhochzeit“ von Hoffmann von Fallersleben kennen. In dem Kinderlied bringt der Wiedehopf „der Braut den Blumentopf“. Mancher kennt vielleicht auch die Redewendung „Du stinkst wie ein Wiedehopf“. Sie kommt daher, weil Weibchen und Jungvögel mit einem stark riechenden Sekret Feinde vom Nest vertreiben.

 

 

Wenn es die Corona-Situation zulässt, dann wird der NABU Weinstadt wieder den Vogel des Jahres 2022 in einer öffentlichen Präsentation vorstellen. Wir werden rechtzeitig im Blättle darüber informieren.


Die Streuobstwerkstatt Weinstadt startet durch:

In Weinstadt hat sich eine neue Initiative der Obst- und Gartenbauvereine sowie der Naturschutzvereine zusammengefunden. Uns Alle eint die Lust, unsere Streuobstwiesen zu bewirtschaften und den Aufenthalt in der Natur zu genießen. Wir betrachten unsere Landschaft als wertvolles Gut und engagieren uns leidenschaftlich für deren Pflege und Erhalt. Den Spaß und alles Wissenswerte drum herum wollen wir vermitteln, Impulse geben, praktische Hilfestellungen anbieten und unser Know-how mit Allen teilen, die Interesse daran haben. Weil’s Freude macht und guttut!

 

Wir wollen Kindern, Familien, Streuobst-Einsteigern und –Fortgeschrittenen in Fragen rund um das Thema „Streuobstwiese“ Hilfestellungen geben. Geplant sind dazu viele Aktionen zu Streuobst-Themen, wie z.B. Baum- und Wiesenpflege, Maschinenkunde, Sensenmähen, Imkerei, Nisthilfen, Natur- und Artenschutz, Obstverarbeitung und rechtliche Fragen.

 

Wir bieten dazu Kinder- und Familienprogramme, unterhaltsame Theorie- und Praxisveranstaltungen, Informationen und Downloadmöglichkeiten, Exkursionen und Führungen.

 

In einer Start-Veranstaltung wollen wir unsere Initiative vorstellen und Sie mit dem Vortrag „Lebensraum Streuobstwiese“ von Eiko Wagenhoff auf unser zukünftiges Programm einstimmen.

 

Sie sind herzlich eingeladen - Es gelten die 2G-Regeln !

Wann:           Freitag 12.11.2021, Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr

Wo:    Im Sängerheim „Liederkranz Beutelsbach“ Ecke Annastraße/Ulrichstrasse

 

Weitere Infos unter https://www.streuobstwerkstatt-weinstadt.de/

 

 

Eine Initiative von: OGV Beutelsbach, OBV Endersbach, OGV Großheppach, OGV Schnait, BUND-, NABU- und Naturfreunde-Weinstadt sowie der Stadt Weinstadt.


Gemeinderat entscheidet sich für Klima-neutrales Weinstadt

In der Gemeinderatssitzung am 28.10.2021 hat sich der Weinstädter Gemeinderat einstimmig für die Annahme des Einwohnerantrages entschieden. Diese Entscheidung war in der Phase der Unterschriftensammlung zum Einwohnerantrag so nicht einfach zu erwarten. Insofern freut sich der NABU Weinstadt, dass mit der Annahme des Einwohnerantrags ein erster Schritt in Richtung Klimaneutralität unternommen wurde.

Dennoch vermag keine richtige Freudenstimmung aufkommen, da der Gemeinderat angesichts knapper Kassen auf die notwendige Personalausstattung verzichtet hat. Die Stadtverwaltung hatte in ihrer Beschlussvorlage 2,5 Stellen für absolut notwendig erachtet, der Gemeinderat stimmte leider nur der Stelle des Klimamanagers zu. Damit lässt sich der von der Stadtverwaltung erstellte Zeitplan bis zur Fertigstellung des Klimaschutz-Aktionsplans nicht mehr halten, zumal es deutlich schwieriger werden wird, einen qualifizierten „Einzelkämpfer“ für diese Stelle zu gewinnen, als Personal für ein qualifiziertes Team zu finden.

Aber Zeit ist genau das, was wir bzgl. der Erderwärmung nicht mehr haben!

Der NABU hat Verständnis für die sehr angespannte Haushaltslage Weinstadts, weiß aber auch, dass selbst in Zeiten einer guten Wirtschaftslage und sprudelnder Steuereinnahmen die Begehrlichkeiten an den Stadtkämmerer immer größer sind als die tatsächlichen Einnahmen, so dass auch in diesen Zeiten Priorisierungen vorgenommen werden müssen. Dies gilt umso mehr in schlechten Zeiten, vor allem dann, wenn die Maßnahmen gegen die Klimakrise als Pflicht- und nicht als Kannaufgabe definiert werden.

Auch wenn der vom OB vorgestellte Haushaltsplan 2022 als angespannt bezeichnet werden kann, so ist der NABU der Auffassung, dass sich frühzeitige Investitionen in den Klimaschutz mehrfach auszahlen werden.

Dennoch darf die Gemeinderatsentscheidung auch als ein Erfolg des KlimaBündnisses betrachtet werden, der nur möglich war, weil sich eine Gruppe von ca. 40 Weinstädter Bürger und Bürgerinnen mit viel Elan und Engagement und vor allem mit viel Freude diesem wichtigen Ziel verschrieben haben. Ein großer Dank an das gesamte Organisationsteam und natürlich auch an Alex Schlesinger für die vielen Ideen und grafische Umsetzung der tollen Aktionen des Bündnisses!

Der NABU Weinstadt und das KlimaBündnis Weinstadt werden den anstehenden Prozess intensiv verfolgen und wo immer möglich mit Rat und Tat weiter unterstützen.

Ein herzliches Dankeschön auch an alle, die am Donnerstag zur Jahnhalle kamen, uns unterstützt haben und die Diskussion im Gemeinderat verfolgten.

Der Klima-Stadtplan für Weinstadt:

 

https://klimabuendnis-weinstadt.de/media/pages/klima-stadtplan/2d3b06df56-1633966506/klimabuendnis-weinstadt_klimastadtplan.pdf


Pilze in Weinstadts Wäldern –

NABU veranstaltet Führungen zum Kennenlernen und zum artgerechten Sammeln der Pilze

Letztes Jahr war unsere beiden Pilzführung so stark nachgefragt, dass wir beschlossen haben, auch dieses Jahr wieder zwei Führungen anzubieten.

 

Wir limitieren die Anzahl der Teilnehmer wieder auf 16 Personen und bitten die Interessierten, sich rechtzeitig anzumelden! Die Führung wird von Dr. Hennecke geleitet. Er startet seine Führung mit einer kleinen Einführung von ca. 20 Minuten über artgerechtes Pilzesammeln und einer groben Pilzbestimmung.

 

Bitte festes Schuhwerk anziehen, da wir auf unbefestigten Wegen unterwegs sind.

Wann:               jeweils am Sonntag, am 17. und am 24. Oktober von 9.00 bis ca. 11.30 Uhr

TN-Zahl:           begrenzt auf jeweils 16 Personen, es zählt die Reihenfolge der Anmeldung

Anmeldung:     bis zum 14.10. bei Hermann Spiess, per Mail unter e-h@spiess-net.de oder                                      telefonisch unter 61585

Treffpunkt:       Wanderparkplatz „Beutelsbach/Zolterbach“ zwischen Schnait und Baach

TN-Gebühr:      Für NABU-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei, Nichtmitglieder bitten wir um                                  einen Obolus von 10 Euro pro Person.

 

 

Corona-Regeln:    Bitte Coronamaske mitbringen und nehmen Sie nur dann teil, wenn Sie die                                     2G-Bestimmung einhalten können.


Wir streiken am 24.9. für den Klima- und Artenschutz: Demo in Stuttgart, danach Streikvesper in Weinstadt

Wir rufen am 24. September gemeinsam mit Fridays For Future zum Klimastreik auf – natürlich coronakonform. Mit unserem Protest machen wir den Klima- und Artenschutz zum zentralen Thema der Bundestagswahl und fordern die Politik zum konsequenten Handeln auf.

 

Zusammen mit dem KlimaBündnis Weinstadt schließt sich auch der NABU Weinstadt dem globalen Streikaufruf  #Alle fürs Klima an. Am 24.09.2021 demonstrieren wir in Stuttgart zusammen mit der Jugendbewegung Fridays for Future, den regionalen Klimabündnissen und verschiedensten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

 

Streikt mit! Setzt mit uns gemeinsam ein Zeichen für einen Systemwechsel, der die Klimakrise an der Wurzel packt. Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. 

 

Treffpunkt der Remstäler Klimabündnisseam 24.09. um 12:15 Uhr am Pflasterbunnen des Kronprinzplatzes in Stuttgart.

 

Nach dem Streikzug treffen wir uns zusammen mit dem KlimaBündnis Weinstadt gegen 16:00 zu einem Streikvesper im Rosengarten beim Rathaus Beutelsbach, zu dem wir Alle herzlich einladen.


Öffentliche Anhörung des KlimaBündnisses im Gemeinderat am 30. September

Ende Juli hatte das KlimaBündnis 1483 gültige Stimmen zum Einwohnerantrag an unseren OB Michael Scharmann übergeben. In der ersten Sitzung des Gemeinderats nach der Sommerpause, am Donnerstag, den 30.09. um 18:00 Uhr, wird das KlimaBündnis im Rahmen einer öffentlichen Anhörung im Gemeinderat die Beweggründe für unseren Einwohnerantrag vorstellen und einen Ausblick geben, wie es zu schaffen ist, Weinstadt bis 2035 klimaneutral zu machen.

 

Die Anhörung des KlimaBündnisses ist die letzte Chance, den Gemeinderat und die Stadtverwaltung zu überzeugen, sich selbst für die Umsetzung der Forderungen des Einwohnerantrages und damit den Forderungen vieler Bürger Weinstadts zu engagieren.

In der darauffolgenden Gemeinderatssitzung am 28. Oktober erfolgt dann - wiederum in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats - die Beratung zum Einwohnerantrag und die Beschlussfassung.

 

Der NABU Weinstadts unterstützt aktiv das KlimaBündnis Weinstadt. Wir freuen uns, wenn viele Unterzeichnenden des Einwohnerantrags dabei sein werden und mit Ihrem Kommen zur Sitzung zeigen, dass der Antrag von einem Großteil der Bevölkerung unterstützt wird!

 

 

Wann und wo: Donnerstag, den 30.09. um 18:00 Uhr in der Jahnhalle in Endersbach


„Das Klima retten – aber wie?“

Podiumsdiskussion mit den Bundestag-Kandidaten und Kandidatinnen unseres Wahlkreises

Unter diesem Motto veranstalten die 5 Klimabündnisse des Remstals am 14.09.2021 um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten und Kandidatinnen unseres Wahlkreises. Die Veranstaltung findet live im Kulturhaus Schwanen in Waiblingen statt, wird zudem auch in weiteren Orten im Remstal öffentlich übertragen und auch über YouTube gestreamt.

Diese Bundestagswahl ist eine Klimawahl, der nächste Bundestag hat noch die Chance, alles dafür zu tun, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Welche Partei hat welche Konzepte? Welcher der Kandidaten und welche der Kandidatinnen überzeugt am meisten? Wer hat ein fundiertes Wissen über die Auswirkungen des Klimawandels – auch auf den Arten- und Naturschutz?

Diesen und vielen anderen Fragen stellen sich auf dem Podium:

Anne Kowatsch, Grüne

Christina Stumpp, CDU

Urs Abelein, SPD

Luigi Pantisano, Die Linke

Dr. Stefan Seiter, FDP

Um eine sachliche und faktenbasierte Diskussion zu gewährleisten, wird es am Anfang eine                      ca. 15-minütige Präsentation von Herr Kobiela zum Klimawandel geben.

Dr. Georg Kobiela hat fundiertes Wissen zum Klimawandel, er war als Ökonom und promovierter Chemiker mit Industrieerfahrung langjähriger Mitarbeiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie; u. a. leitete er dort 2020 die Studie "CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5°C-Grenze" für Fridays for Future. Seit kurzem ist er als Referent für Industrietransformation für Germanwatch tätig.

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Herrn Leo Fromm, er ist Wirtschaftsjournalist mit einem Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft und CO2-neutralen Prozessen. Der Familienvater wohnt in Schorndorf.

Da der Veranstaltungsraum in Waiblingen sicher sehr voll sein wird, empfehlen wir, diese sicher sehr interessante Diskussion online auf YouTube zu verfolgen: https://youtu.be/NwbShGwcjw4


Unsere heimische Natur rund um den Karlstein  - viel Spaß und viel gelernt beim Sommerferienprogramm des NABU

Am 12. August hieß es früh aufstehen und raus in die Natur – wir trafen uns schon um 9 Uhr mit 16 Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren und alle frisch auf Corona getestet am Wanderparkplatz beim Landgut Burg. In festen Schuhen, mit Rucksackvesper und Getränken ging es zunächst noch im Anorak zum Schützenhüttle mit seinem großartigen Ausblick auf fast alle Ortsteile unserer Stadt. Auf dem Weg dorthin konnten die Kinder schon viel von Hermann Spiess und Hans Ruff zu unseren heimischen Pflanzen und den Insekten lernen.

Sehr erstaunt waren die „gestandenen NABU´ler“ darüber, wie viel Wissen zur Botanik und unseren heimischen Tieren die Kinder teilweise schon mitgebracht haben; das machte uns richtig Freude!

Nach dem Besuch am Klingenkopf und seiner ganz besonderen Flora ging es steil bergan zum Karlstein, denn schon bald meldete sich der große Hunger. Nachdem das Holz gesammelt war und das Feuer brannte, schmeckte allen das Vesper ganz besonders gut, auch wenn der eine oder andere Marshmallow sehr dunkel wurde …

 

Auch das Toben kam nicht zu kurz, die Grillstelle am Karlstein eignet sich sehr gut dafür. Nachdem alles wieder eingepackt und der Müll eingesammelt worden war, ging es in den Wald auf der Suche nach Siebenschläfern, leider erfolglos. Bei einem abschließenden Quiz zu dem bei der Tour Gelernten zeigten alle Kinder, dass sie gut zugehört hatten und das eine oder andere Interessante mitnehmen konnten. Nach dem Verteilen der Preise ging es nach 5 Stunden wieder zum Parkplatz, an dem die Eltern schon warteten. Es war für alle ein tolles und kurzweiliges Erlebnis.


Kein Grund zur Panik

Hornissen und Wespen sind friedlicher als allgemein gedacht

Sechs Beine, gelb-schwarze Streifen und bisweilen etwas aufdringlich: Aktuell sind wieder viele Wespen unterwegs. Wenn sie beim Eis essen, Picknicken oder Grillen auftauchen, reagieren viele Menschen mit Panik. Aber der Ruf der Wespen ist schlechter als die Realität. Nach wie vor halten viele Menschen Wespen und Hornissen für gefährlich. Die Liste der Vorurteile ist lang.

Durch eine bessere Einschätzung zum Teil bekannter Situationen können selbst Hornissen und Menschen friedliche Nachbarn werden.

Nur zwei der acht in Deutschland heimischen Wespenarten fliegen auf Cola, Steak und Kuchen. Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe haben den Wespen insgesamt den schlechten Ruf eingebrockt. Die Leidtragenden sind die Hornissen und die im Freien, in Büschen oder unter Vordächern nistenden Langkopfwespen, deren Nester oft „vorsorglich“ ausgeräuchert werden.

 

 

Mit folgenden Tipps des NABU sollte ein entspanntes und hoffentlich verletzungsfreies Miteinander möglich sein:

 

 

  • Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam: Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.
  • Es ist sinnvoll, Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nach Am Kaffeetisch und beim Grillen: Wespen stechen, sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen
  • dem Essen sollte bei Kindern der Mund abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken
  • Um Wespen, Bienen und andere Insekten aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich, Fliegengaze an Fenstern und Türen anzubringen.
  • Haben sich trotz aller Vorkehrungen Wespen ins Haus verirrt, wird ein Glas über das Insekt gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben, um das Tier wieder nach draußen zu bringen.
  • Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen. Bleibt man auf einer Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.
  • Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen vorbeugen beziehungsweise diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.
  • Als einzige Wespenart fliegen Hornissen auch bei Nacht – dementsprechend können sie sich dann an Partybeleuchtungen, erleuchteten Fenstern oder Hauseingangsbeleuchtungen sammeln. Hier sollte man die Gelegenheit beim Schopfe packen, unnötige Lichtverschmutzung zu beenden oder zumindest zu begrenzen: Haus- und Wegbeleuchtungen sollten mit Bewegungsmeldern versehen sein, um wirklich nur bei Bedarf zur Verfügung zu stehen. Dauerhafte Beleuchtungen sollten möglichst schwach ausfallen, beispielsweise durch Verwendung von LED-Strahlern. Am besten aber ist es, Lichtquellen wann immer möglich abzuschalten oder erst in Betrieb zu nehmen, wenn das Fenster geschlossen ist – das gilt auch für den Fernseher.
  • Wespen können Holzverschalungen oder Holzverkleidungen leicht beschädigen, da sie das Holz als Grundstoff zum Bau ihrer Nester verwenden. Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihre Holzverkleidungen intakt bleiben, sollten Sie diese mit umweltfreundlichen Lacken und Farben regelmäßig pflegen.
  • Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Man kann das Nest dann gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sich sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es „nach Wespe riecht“.
  • Falls sich Wespen an ungünstiger Stelle angesiedelt haben, wenden Sie sich an Fachkundige vor Ort für eine Beratung. Manchmal gibt es sogar die Möglichkeit, ein problematisches Nest schonend umsiedeln zu lassen, anstatt es gleich dem Schädlingsbekämpfer zu überlassen.
  • Übrigens besteht kein grundsätzlicher Anspruch des Nachbars auf Entfernung des Nestes. Man haftet also nicht für das Nest und seine Folgen, es sei denn, man hat es gezielt und bewusst dort angesiedelt.

NABU Grill-Hocketse im Schachen am 6. August


Einwohner-Antrag des KlimaBündnis Weinstadt - NABU hilft und sammelt Unterschriften

Mit einer Fahrradtour durch alle Weinstädter Ortsteile startete das KlimaBündnis am Samstag das Sammeln von Unterschriften für den Einwohnerantrag. Vielleicht sind Ihnen die Plakate für die Unterschriftsaktion oder die sonnengelben T-Shirts des KlimaBündnis schon aufgefallen?

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die zentralen Forderungen des Einwohnerantrages:

         Weinstadt soll bis 2035 klimaneutral sein

         der Gemeinderat Weinstadt beschäftigt sich mit dem Anliegen des Einwohnerantrages und

         der Gemeinderat beschließt, einen Klimaschutz-Aktionsplan zu erstellen und umzusetzen.

Morgen, am Donnerstag, den 10. Juni wird der NABU zusammen mit dem BUND während des Wochenmarktes vor dem Rathaus in Beutelsbach einen Informationsstand aufbauen. Alle Weinstädter Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und die Aktion mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen. Für diese Unterschrift müssen Sie jedoch mindestens 16 Jahre alt sein. Auch auf unserem großen Banner dürfen Sie sich gerne verewigen.

Unsere Termine, an denen Sie unseren Infostand finden werden:

         10. 6. auf dem Wochenmarkt in Beutelsbach

         17. 6. vor dem Remstalmarkt in Endersbach

         18. 6. auf dem Wochenmarkt in Endersbach

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns unterstützen!

Der Einwohnerantrag ist auch online zu finden:

https://klimabuendnis-weinstadt.de/klimaentscheid-weinstadt  


Große Unterschriftenaktion – NABU unterstützt Einwohnerantrag des KlimaBündnis Weinstadt

Das KlimaBündnis Weinstadt setzt für uns und die Zukunft unserer Kinder und Enkel ein Zeichen und organisiert bis Ende Juli eine Unterschriften-Aktion für den Einwohnerantrag in Weinstadt. Ab Samstag werden die Plakate im Straßenbild unserer Ortsteile zu sehen sein!

Ein Einwohnerantrag ist ein Mittel der direkten Demokratie, das den Gemeinderat dazu zwingt, sich mit einem Bürgeranliegen auseinanderzusetzen. Der Einwohnerantrag wurde vom Regierungspräsidium geprüft und von unserer Stadtverwaltung genehmigt.

 

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die zentralen Forderungen des Einwohnerantrages:

  • Weinstadt soll bis 2035 klimaneutral sein
  • der Gemeinderat Weinstadt beschäftigt sich mit dem Anliegen des Einwohnerantrages und
  • der Gemeinderat beschließt, einen Klimaschutz-Aktionsplan zu erstellen und umzusetzen

Der Antrag ist online zu finden: https://klimabuendnis-weinstadt.de/klimaentscheid-weinstadt

 

Wichtig:  Hauptwohnsitz muss in Weinstadt und das Alter muss mindestens 16 Jahre sein. Alle Eintragungen müssen leserlich und vollständig erfolgen. Bitte nur in der vorgegebenen Liste unterschreiben.

 

Bitte unterstützt uns!

Toll wäre es natürlich, wenn Sie auch Unterschriften in der Familie, bei Nachbarn oder Bekannten für uns sammeln!

 

Haben Sie nicht die Möglichkeiten, den Antrag auszudrucken oder selbst zurückzusenden? Dann melden Sie sich bitte bei uns, wir bringen selbstverständlich den Antrag vorbei und/oder holen auch wieder die unterschriebenen Anträge ab!

 https://www.nabu-weinstadt.de/kontakt/

 

 

Weitere Informationen zum KlimaBündnis und den Aktionen sind auf der Homepage zu finden:  https://klimabuendnis-weinstadt.de

 


Pressemitteilung des BUND- und NABU-Weinstadt                                                    Weinstadt, 14.05.2021

Bericht in der WKZ am 11. Mai „Räte wollen Bäume nicht erhalten“ –
Pressemitteilung zum Beschluss des Technischen Ausschusses am 6. Mai

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Bestürzung haben wir am 11. Mai in der WKZ gelesen, dass der Technische Ausschuss mehrheitlich den Antrag des Tiefbauamt-Leiters Markus Baumeister nicht angenommen hat und sich damit gegen den von der Verwaltung vorgeschlagenen Erhalt der Bäume ausgesprochen hat.

Hierzu eine gemeinsame Stellungnahme des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) Ortsverband Weinstadt, und des NABU (Naturschutzbund Deutschland), Gruppe Weinstadt.

BUND und NABU unterstützen dringend das Anliegen der Stadtverwaltung, die Bäume zu erhalten! Ein Fällen der Bäume ist aus vielerlei Gründen nicht zu tolerieren!

Diese drei großen Platanen beschatten insbesondere auch versiegelte Flächen (Straßen, Gehwege, Parkplätze) und sind als Stadtbäume daher für das Kleinklima äußerst wichtig, da es immer mehr trockene und heiße Sommer gibt und geben wird. Solche stattlichen Stadtbäume, die das Bild eines Ortes prägen, sind CO2-Speicher, erzeugen Sauerstoff, filtern Feinstaub und sorgen so durch ihre kühlende und schadstoffreinigende Wirkung auch im Hochsommer für ein erträgliches Klima. Es dauert viele Jahre, bis nachgepflanzte junge Bäume ähnlich positive Effekte (insb. auch CO2-Speicherung) haben. Gesunde Bäume müssen geschützt werden und erhalten bleiben und gleichzeitig müssten in unseren Stadtteilen viele Neupflanzungen in den nächsten Jahren erfolgen.

Die Saatkrähe ist wie alle europäischen Vogelarten eine besonders geschützte Art, siehe § 7 Abs. 2 Nr. 13 b) bb) Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Nach § 44 Absatz 1 Nr. 3 BNatSchG ist es zudem verboten, die Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere dieser besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Im Fall der Saatkrähe betrifft dies Kolonien oder Teile davon
mit ihren Nestern. Die
Fortpflanzungsstätten sind auch dann geschützt, wenn sie gerade nicht bewohnt werden, aber zu erwarten ist, dass die Tiere aufgrund ihrer Standorttreue wieder zu ihnen zurückkehren werden. Dies ist insbesondere auch bei der Saatkrähe der Fall.

Saatkrähen sind gesellige, sozial lebende Singvögel und sie leben gerne im Familienverbund, sind sehr ortsgebunden. Vergrämungsmaßnahmen gegen die Saatkrähen sind in der Regel wenig wirksam, im Gegenteil. Erfahrungen zeigen, dass ungestörte Kolonien verhältnismäßig langsam wachsen. Ein sprunghaftes Ansteigen der Brutpaarzahlen von einem auf das andere Jahr ist in der Regel auf Zuwanderungen zurückzuführen, die wiederum auf Störungen in anderen Kolonien zurückzuführen sind. Selbst ein Fällen dieser Bäume würde die Situation in Beutelsbach nicht lösen, sondern nur verlagern. Daher raten wir von Vergrämungsmaßnahmen gegen die Saatkrähen ab.

Daher unsere dringende Bitte an die Stadtverwaltung und an die Fraktionen des Gemeinderats: Schließen Sie sich der Argumentation des Tiefbauamt-Leiters an und denken Sie an die Zukunft unserer Stadtteile!
Die alten Bäume müssen geschützt werden - sie sind unverzichtbar für den Naturschutz und unser Stadtklima und darüber hinaus auch prägend für das Ortsbild in Beutelsbach!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Robert Auersperg                                                                                    Hermann Spiess
Vorsitzender BUND-Weinstadt                                                                Vorsitzender NABU-Weinstadt
Robert.Auersperg@t-online.de                                                               e-h@spiess-net.de
Tel. 07151/66954                                                                                           Tel. 07151/61585